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HABICHTSWALDKLINIK
Klinik für
Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde
Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz
34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe
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zu Krankheiten
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Vitamin C ©
(Ascorbinsäure)
Vitamin C -
Eigenschaften
Vitamin
C ist ein starkes
Antioxidans (das wichtigste wasserlösliche Antioxidans) und
schützt daher Zellbestandteile vor
Oxidationsprozessen. Es schützt andere Vitamine (z.B.
Vitamin E)
vor
Oxidation und hilft daher, diese einzusparen.
Es hat eine Schlüsselstellung bei der Kollagensynthese und ist daher wichtig
beim Aufbau und Erhalt von Haut, Bindegewebe, Knochen und Zähnen.
Wundheilungsvorgänge werden daher von Vitamin C unterstützt. Es ist wichtig bei
der Synthese von Steroiden und Noradrenalin. Es verbessert die Eisenaufnahme im
Darm und fördert damit indirekt die Blutbildung. Es verhindert die Bildung von
krebserzeugenden Nitrosaminen im Magen-Darm-Trakt. Es fördert bestimmte
Stoffwechselaktivitäten (z.B. Bildung von körpereigenem Kortison). Es stärkt das
Immunsystem
gegenüber viralen und bakteriellen
Infekten, indem die Produktion von Antikörpern
und Interferon sowie die Funktion der Lymphozyten und Makrophagen gefördert
werden. Es ist auch an der Biosynthese des Carnitins beteiligt.
Vitamin
C ist nur für Menschen, Primaten, Meerschweinchen sowie einige Vogel- und
Fischarten ein essentieller Nährstoff. Alle anderen Tiere produzieren Vitamin C
selbst – und zwar in einer Dosis im Grammbereich pro 75 kg Säugetiergewicht (bei
Stress
oder Krankheit wird die körpereigene Synthese von Vitamin C um ein Mehrfaches
gesteigert)! Das unterstreicht die Bedeutung von Vitamin C als universeller,
unersetzbarer Baustein. Dies widerlegt auch die gebetsmühlenartig wiederholten
Äußerungen, Vitamin C-Dosierungen im Grammbereich seien unphysiologische, ggf.
sogar gefährliche Mega-Dosen. Veterinärmedizinische Untersuchungen bestätigen
vielmehr, dass Gramm-Dosen und eine Steigerung bei Krankheit in den
Mehrgrammbereich physiologisch und natürlich sind.
|
Empfohlene Zufuhr |
Therapeutische
Zufuhr |
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100 mg* |
50-10.000 mg (und
mehr**) |
|
*Empfehlung
der DGE, die absolute Mindestzufuhr zur Vermeidung des Skorbuts
liegt wohl bei 10 mg. Prähistorische Menschen nahmen wohl ca.
500-1000 mg täglich zu sich, eine Dosis, die von vielen
orthomolekularen Medizinern als sinnvoll angesehen wird. Einige
Autoren empfehlen sogar tägliche Dosierungen im Grammbereich.
**Im
Einzelfall werden auch die 10 g noch deutlich überschritten. Die
Grenze ist hierbei die Dosis, bei der dünne Stühle auftreten).
Bei längerer Anwendung von "Mega-Dosen" im Gramm-Bereich sollte
die Vit. C-Gabe nicht abrupt abgesetzt, sondern ausgeschlichen
werden, damit es nach der langen hohen Versorgung und der
Gewöhnung des Körpers daran zu keiner anschließenden
Unterversorgung kommt. |
Strukturformel von Ascorbinsäure
Vitamin C -
Symptome eines
Mangels
Bei
Vitamin C-Mangel über längere Zeit kommt es zu einem Skorbut. Damit ist - außer
bei extrem einseitiger
Ernährung
- in Industrienationen nicht mehr zu rechnen. Wichtiger sind jedoch Symptome
einer suboptimalen Zufuhr von Vitamin C. Dazu werden gerechnet:
►
„Latenter Skorbut“ mit allgemeiner Schwäche,
Depression,
Ruhelosigkeit, fahle Haut,
Muskelschmerzen, Zahnausfall,
Diarrhoe,
zuletzt Herz- und Nierenversagen
►
Erhöhte
Infektanfälligkeit (in mehreren Studien konnte
die Häufigkeit von
Erkältungen
und/oder
Dauer und Intensität der Symptome mit Dosierungen von
500-1000 mg reduziert werden).
►
Krebserkrankungen
(etwa ein Drittel aller hospitalisierten Patienten weisen Vitamin C-Spiegel wie
bei Skorbut und entsprechende Symptome auf!)
►
Andere Erkrankungen, die auf oxidativen Stress zurückgeführt werden (z.B.
Arteriosklerose,
Katarakt).
Es soll
nicht unerwähnt bleiben, dass diese "Mangelerscheinungen" durchaus noch
kontrovers diskutiert werden.
Vitamin C -
Therapeutische
Anwendung
►
Vitamin C-Mangel (Skorbut)
►
Bei verzögerter Wundheilung nach Verletzungen oder
Operationen
(hohe Dosen mit mehreren
Gramm täglich)
►
Infektabwehr: Alle bakteriellen und viralen
Infekte.
Wichtig: früh genug und hoch genug mit der
Behandlung beginnen (bei Beginn 1 g alle 2 Stunden,
später mind. 3x1 g tägl.)
►
Akute und chronische Vergiftungen: Bestimmte Giftstoffe (z.B.
Schwermetalle, manche
Pharmaka, Nikotin) werden unter Vitamin C-Gaben besser
gebunden und ausgeschieden.
►
Krebsvorbeugung und -therapie:
Krebsvorbeugung durch antioxidativen Zellschutz
(tägl. Gaben
im Grammbereich), dem
Magenkrebs
kann durch eine Nitrosamin-Inhibierung vorgebeugt
werden,
Krebstherapie
mit extrem hohen Dosen (je nach Verträglichkeit im 10-Grammbereich
und darüber hinaus, ggf. auch i.v.).
►
Bei
Arthrose
im Anfangsstadium wegen Förderung der Kollagenbildung positive Beeinflussung
möglich
►
Alle Autoimmunkrankheiten (von
Arthritis
bis
Zöliakie):
Als Oxidationsschutz wegen des hohen
Anfalls oxidativer Substanzen bei chron. entzündlichem
Geschehen
►
Arteriosklerose,
koronare Herzkrankheit: Vitamin C schützt die Gefäßwände vor dem Angriff
oxidativer Substanzen, die Ablagerung von
Cholesterin
an den Gefäßwänden soll behindert
werden
►
Fettstoffwechselstörungen: In hoher Dosierung (Grammbereich) bewirkt
Vitamin C
möglicherweise eine leichte Senkung von
Cholesterin.
►
Allergien:
Vitamin C fördert den Abbau von
Histamin, welches bei der Allergiereaktion
entscheidende Bedeutung hat (bei beginnender akuter
Allergie
hoch dosiert einnehmen, mind. 5 g
Vitamin C oder besser noch Kalziumascorbat)
►
Raucher haben einen (auch offiziell anerkannten) Vitamin C-Bedarf, der
ein Mehrfaches über den
normalen Zufuhrempfehlungen liegt (aufgrund des
erhöhten
oxidativen Stresses).
►
Reisekrankheit: Versuchsweise 1-3 g tägl. (aufgrund der
antihistamin-artigen Wirkung).
►
Erhöhter Bedarf durch
Medikamente (z.B. „Pille“, Antibiotika), hoher
Alkoholkonsum, Rauchen,
körperliche Belastungen (z.B. Sport), Schwangerschaft.
Vitamin C -
Gegenanzeigen und
Nebenwirkungen
Nach
der Einnahmen von Brausetabl. oder Pulver sollte der Mund gut ausgespült werden,
da Vitamin C den Zahnschmelz angreifen kann. Eine Überdosierung von Vitamin C
ist praktisch nicht möglich, da bei hoher oraler Zufuhr, die relative Resorption
absinkt (ca. 90 % bei 100 mg, ca. 50 % bei 1 g , ca. 1 % bei 10 g tägl.). Bei
hohen Dosen (etwa ab 5-10 g) können dünne Stühle auftreten, die Dosis sollte
dann reduziert werden. Die oft geäußerte Gefahr der Bildung von Oxalatsteinen in
der Niere durch erhöhte Oxalsäureausscheidung ist wohl nicht gegeben, da auch
bei Gabe von 15 g täglich keine vermehrte Ausscheidung von Oxalsäure gemessen
wurde.
Nach
längerer Zufuhr hoher Dosen sollten diese nicht abrupt abgesetzt werden, da dann
Mangelerscheinungen die Folge sein könnten. Vielmehr sollte die additive Vitamin
C-Gabe langsam ausgeschlichen werden.
Hohe
Dosen von Vitamin C allein wirken pro-oxidativ (bes. in Anwesenheit von Eisen)
und sollten daher nur im Verbund mit anderen Antioxidantien (z.B.
Vitamin E)
eingenommen werden.
Vitamin C -
Vorkommen
Obst,
bes. Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Kiwi, Acerola, Sanddorn, Hagebutten, Gemüse,
bes. Paprika, Broccoli, alle Kohlsorten, Kräuter, bes. Petersilie, Kartoffeln,
Innereien.
Kohl – viel reicher an Vitamin C als die meisten
Früchte
Alle
Kohlsorten, bes. Grünkohl, sind reich an Vitamin C, wobei der Gehalt von
Zitrusfrüchten teilweise überschritten wird (die Zitrone ist gar nicht so
gehaltvoll wie oft angenommen). Den höchsten Gehalt haben Camu-Camu und die
Acerolakirsche (mehr als 1 g/100 g). Von den heimischen Erzeugnissen ist
Sanddorn am VitaminC-reichsten. Dann folgen Kohlarten, Paprika und Zitrusfrüchte
(ca. 50-150 mg pro 100 g). Obst sollte mit Schale verzehrt werden, da das meiste
Vitamin C direkt unter der Schale ist. Cave:
Vitamin C ist gegenüber Sauerstoff und Hitze labil. Frisches Obst und Gemüse hat
daher den höchsten Gehalt, der bei Lagerung rasch abnimmt. Langes Kochen
zerstört das Vitamin C in Obst und Gemüse.
Wegen
seiner antioxidativen Wirkung wird Vitamin C bzw. dessen Salze als
Konservierungsmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt (E 300, E 301, E
302, E 304 a, b).
Vitamin C -
Handelspräparate
|
Vitamin C |
Dosis/Einheit in
mg |
|
Ascorbinsäure (lose, Apotheke) |
1
gehäufter TL = ca. 4 g |
|
Ascorvit®
200/500 Tabl |
200/500 |
|
Cetebe®
Kps. |
500 |
|
Pascorbin®
750 mg/7,5 g |
750/7500 |
|
Vagi-C®
Vaginal-Tabl. |
250 |
|
Vitamin C 1000
Filmtabl. |
1000 |
|
Vitamin C 1000
Inj.Lsg. |
1000 |
|
Vitamin C
100-Pascoe®
Tabl. |
100 |
|
Vitamin C 300
retard Tabl. |
300 |
|
Vitamin C 500
Filmtabl. |
500 |
|
Vitamin C 500
Inj.Lsg. |
500 |
|
Vitamin
C-Injektops®
300 mg |
300 |
|
Vitamin C-mp
100/200/500 Tabl. |
100/200/500 |
|
Vitamin
C-Rotexmedica Amp. |
500 |
Daneben
gibt es noch viele Multivitaminpräparate mit Vitamin C und einige mit
ASS.
Vitamin C -
Labordiagnostik
Vitamin
C (Serum,
gefroren, lichtgeschützt, Spezialröhrchen) 5-15 mg/l
38,20 € (GOÄ)
Vitamin C -
Bewertung aus
klinischer Sicht
Die
Diskussion zwischen Vitamin C-Befürwortern und –gegnern scheint mehr religiöse
als wissenschaftliche Züge zu haben. Unter Berücksichtigung der – insbesondere
veterinärmedizinischen – wissenschaftlichen Erkenntnisse und der relativen
Nebenwirkungsarmut spricht bei oben genannten Indikationen doch mehr für als
gegen den großzügigen Einsatz von Vitamin C.
Cave:
-
Bei lang dauernder Anwendung von Dosen im Grammbereich immer in
Kombination mit anderen
Antioxidantien.
- Bei Beschwerden mit der Ascorbin“säure“ (z.B. Magenbeschwerden)
ist die Einnahme von
Natrium- oder Kalziumascorbat zu empfehlen.
- Geheimtipp: 100 g Ascorbinsäure werden durch 48 g
Natriumhydrogencarbonat neutralisiert. Die
Mischung von 100 g Vitamin C-Pulver mit 50 g Natron ergibt also eine
leicht basenüberschüssige
Mischung. Will man noch einen leicht angenehm sauren Geschmack erhalten,
so nimmt man 1 TL
Natron weniger. Die Mischung sollte trocken gelagert werden. 1 TL der
Mischung enthält etwa 2-3 g
Vitamin C. Beim Lösen in Wasser oder (besser) Fruchtsaft schäumt es stark
auf. |
Viel
Erfolg und noch mehr Gesundheit wünscht Ihnen
©
Dr. Volker
Schmiedel
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin
(Univ. Mailand).

|
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- von Abnehmen bis Zöliakie -
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Zur
Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw.
Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der
naturkundlichen Privatambulanz.
Alle
notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der
Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt
werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html
Informationen über ambulante
Diagnostik und Therapie:
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http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/
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