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HABICHTSWALDKLINIK
Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde
Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz
34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe
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Lebererkrankungen ©
Rationale Leberdiagnostik und
–therapie
Bei Lebererkrankungen oder Schädigungen sehe ich immer wieder eine
Unterdiagnostik und –therapie. So werden z.B. bei bekannten Lebererkrankungen
wichtige Laborwerte zu selten oder gar nicht bestimmt oder aus den
festgestellten pathologischen Laborwerten werden keine Konsequenzen gezogen. Auf
der anderen Seite gibt es aber auch eine Überdiagnostik und –therapie. So werden
immer noch zu viele Leberpunktionen durchgeführt, die heute zumindest zum Teil
durch nicht-invasive Bild gebende Verfahren oder Blutuntersuchungen ersetzbar
sind oder es wird therapeutisch „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“. Im
Folgenden finden Sie einige Fakten, die als Leitschnur für eine rationale, also
eine „vernünftige“ Leberdiagnostik und –therapie dienen sollen.
Die
Leber – die größte und wichtigste Drüse des menschlichen Körpers – links neben
und oberhalb des Magens und des Zwölffingerdarms
Lebererkrankungen
- Wann sind welche Leberwerte sinnvoll und was sagen sie aus?
Leberkrankungen werden meist zufällig bei einer Routineuntersuchung des Blutes
entdeckt. Zu dieser Routineuntersuchung gehören neben beispielsweise Blutzucker
oder
Cholesterin
auch die Leberwerte GOT, GPT und γGT (siehe Kasten). Diese so genannten
Lebertransaminasen beschreiben die Integrität der Leberzellen. Im Rahmen der
natürlichen Zellmauserung (Absterben und Neubilden von Zellen) werden ständig
einige Leberzellen zerstört, in dessen Folge die Leberenzyme dieser Zellen ins
Blut gelangen und so gemessen werden können. Kritiker bemängeln allerdings, dass
unsere Normalwerte an einer fehl- und überernährten sowie
Alkohol konsumierenden Bevölkerung erhoben wurden und somit das
„Normalmaß“ Leber schädigenden Verhaltens, nicht aber die Optimalwerte
widerspiegeln. Wenn diese Transaminasen aber erhöht sind, dann heißt das auf
jeden Fall: Es gehen Leberzellen weit über das Normalmaß hinaus kaputt!
Leichte
Erhöhungen (etwa bis zur Verdoppelung der Werte) zeigen eine Leberbelastung an,
die noch nicht dramatisch ist, aber kontrolliert werden sollte. Vor allem sollte
der Betroffene seine Lebensweise auf Leber schädigendes Verhalten hin überprüfen
und ggf. korrigieren. Mäßige Erhöhungen (etwa doppelte bis dreifache Normwerte)
sind nicht mehr ohne weiteres tolerabel. Sind diese Werte etwa durch
Alkoholkonsum oder
Übergewicht
erklärbar, muss der Patient (der Betroffene ist dann bereits leberkrank!)
dringend seine Leber-Risikofaktoren abstellen. Sind die Werte jedoch nicht durch
das Verhalten zu erklären, so ist unbedingt eine weitere Diagnostik einzuleiten.
Lag oder liegt eine
Hepatitis
(Leberentzündung) vor? Besteht eine Autoimmunerkrankung (der Körper greift
eigenes Gewebe an) der Leber oder der Galle vor? Eine Ultraschalluntersuchung
gibt Aufschluss etwa über eine
Fettleber
oder eine Leberzirrhose. Wenn man mit den erwähnten Untersuchungen gar nicht
weiterkommt, kann ggf. auch eine Leberpunktion erforderlich werden, die aber
nicht ganz harmlos ist und daher gut überlegt sein will. Bei noch stärkeren
Erhöhungen (über das Dreifache hinaus) muss rasch eine Diagnostik bei einem in
Lebererkrankungen erfahrenen Internisten eingeleitet werden. Neben den oben
erwähnten Erkrankungen kommen dann auch noch beispielsweise
Medikamentenunverträglichkeiten oder Vergiftungen (z.B. durch Umweltgifte,
bestimmte Schimmelpilze oder den Knollenblätterpilz) in Betracht.
Wichtige Laborwerte
bei Lebererkrankungen
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GPT
= Glutamat-Pyruvat-Transaminase oder ALT = ALAT =
Alanin-Amimotransferase
Bedeutung:
Leberenzym, hauptsächlich im Zytoplasma, katalysiert die
Reaktion, die zur Bildung von Glutamat führt.
Normwert: bis 50 IU/l
Erhöhung:
deutet auf eine Leberzellschädigung hin, die unterschiedlichste
Ursachen haben kann, z.B.
Fettleber,
Belastung durch
Medikamente,
Alkohol
oder Gifte (Pilz- oder Umweltgifte), Leberentzündungen,
Stauungsleber,
Lebertumoren, Autoimmunerkrankung
von Leber/Galle. Auch beim
Herzinfarkt
kann die GPT kurzfristig ansteigen.
◄►
GOT
= Glutamat-Oxalacetat-Transaminase oder AST = ASAT =
Aspartat-Aminotransferase
Bedeutung:
Leberenzym, hauptsächlich im Zytoplasma, katalysiert die
Reaktion, die zur Bildung von Oxalacetat führt
Normwert: bis 52 IU/l
Erhöhung:
siehe GPT, die GOT ist etwas spezifischer für
Alkohol.
Ist die GPT etwas höher als die GOT, deutet dies eher auf eine
Leberbelastung durch
Übergewicht
hin, bei einer höheren GOT ist meist
Alkohol
die Ursache (wenn keine Leberentzündung oder eine andere spezifische
Lebererkrankung vorliegt) ), bei einem
Herzinfarkt
ist die GOT auch kurzfristig erhöht.
◄►
γGT
(sprich: Gamma-GT) = γ-Glutamyltransferase oder GGT oder γ-Glutamyltranspeptidase,
γ-GTP
Bedeutung:
kommt in der Zellmembran vieler Körperzellen vor, die
γGT im Blut stammt hauptsächlich aus der Leber, sie überträgt
Glutamylreste aus dem
Glutathion
auf Eiweiße
Normwert: bis 42 (Frauen) bzw. 71 (Männer) IU/l
Erhöhung:
die γGT ist sehr spezifisch für die Leber, ein
normaler Wert schließt eine Lebererkrankung fast sicher aus, man
findet bei praktisch allen Lebererkrankungen einen Anstieg,
besonders hohe Werte aber bei akuter
Hepatitis,
Gallenentzündung, Gallenstau und toxischen (durch Gifte)
Leberschädigungen.
◄►
AP
= Alkalische Phosphatase
Bedeutung:
kommt hauptsächlich in der Leber und im Knochen (dort Knochen-AP oder Ostase genannt) vor, entfernt Phosphatgruppen von
verschiedenen Molekülen
Normwert: bis 105 (Frauen) bzw. 130 (Männer) IU/l
Erhöhung:
eine erhöhte AP findet man bei Leber-Gallen-Erkrankungen, besonders
hohe Werte bei einem Gallenstau, aber auch bei Schilddrüsen- und
Bauchspeicheldrüsenerkrankungen,
jede Knochenerkrankung, die mit Umbauvorgängen einhergeht führt zu
einer erhöhten AP, z.B. Knochenbrüche,
Knochenmetastasen
oder
Osteoporose,
zur Differenzierung kann die knochenspezifische Knochen-AP oder
Ostase bestimmt werden.
◄►
Bilirubin
ist ein
Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin
Bedeutung: täglich entstehen natürlicherweise etwa 300 mg Bilirubin,
welches in der Leber konjugiert und damit wasserlöslich wird, damit
es über die Galle ausgeschieden wird. Bei Ausscheidungsstörungen der
Galle wird es über die Niere ausgeschieden.
Normwert: bis 1,2 mg/dl
Erhöhung:
Morbus Meulengracht, eine Abbaustörung des Bilirubins, hat
fast keinen Krankheitswert. Bei erhöhtem Abbau von Blut oder bei
einem Gallenstau (Cholestase) erhöht sich der Bilirubinwert,
außerdem bei sehr seltenen Stoffwechselstörungen.
◄►
Cholinesterase
Bedeutung:
Cholinesterasen werden in der Leber gebildet und spalten
im Blut Cholinester, z.B. den Nervenbotenstoff Acetylcholin
Normwert: 4,9-12 kU/l
Erniedrigung:
Achtung!
Hier ist nicht der erhöhte, sondern der erniedrigte Wert wichtig.
Während GPT, GOT und GGT Leberzellschädigungen anzeigen, weist eine
erniedrigte Cholinesterase auf eine Leberfunktionsstörung an, die
mit einer erniedrigten Syntheserate einhergeht. Sie ist besonders
bei chronischen Leberentzündungen und bei fortgeschrittener
Leberzirrhose erniedrigt. Sie kann gut zur Verlaufskontrolle von
Lebererkrankungen eingesetzt werden.
◄►
Quickwert
= TPZ =
Thromboplastinzeit (nach dem Erstbeschreiber Armand James Quick
benannt)
Bedeutung: Der Quickwert ist ein Maß für einen Teil des
Blutgerinnungssystems
Normwert: 80-120 %
Bei Einnahme von
Gerinnungshemmern
(z.B.
Marcumar®)
wird ein therapeutischer Bereich 10-20 % (z.B. bei Z.n.
Herzklappenoperation) oder 20-30 % (z.B. bei
Vorhofflimmern)
angestrebt). Da der Quickwert verschiedener Labore nur bedingt
miteinander vergleichbar ist, wird zur Einstellung der Patienten mit
gerinnungshemmenden Medikamenten
heute der international standardisierte INR-Wert verwendet.
Erniedrigung:
bei
Vitamin K-Mangel
oder
bei massiver Störung der Funktionsleistung der Leber z.B. bei
fortgeschrittener Leberzirrhose.
◄►
Prokollagen-III-Peptid
Bedeutung: Marker
für die Fibroseneigung in der Leber. Fibrose spiegelt bindegewebige
Verhärtungen wider, wie sie z.B. im Rahmen einer Leberzirrhose
auftreten. Das Prokollagen-III-Peptid gibt weniger das Ausmaß der
Fibrose als vielmehr das Voranschreiten an. Es lässt sich daher gut
zur Verlaufskontrolle verwenden.
Normwert: 0,3-0,8
E/ml
Erhöhung: es
besteht eine Fibrosierung, die voranschreitet, dadurch kommt es zu
Narbenbildung und Funktionseinschränkung der Leber.
◄►
AMA, ANA, SMA,
pANCA:
Dies sind Marker für Autoimmunerkrankungen im Leber-Galle-System.
◄►
Hepatitis A, B,
C-Antikörper:
Wenn im Blut Antikörper gegen
Hepatitis-Viren
nachweisbar sind, so heißt dies, dass in der Vergangenheit eine
solche Infektion durchgemacht wurde und jetzt Immunität besteht oder
dass eine aktuelle Infektion vorliegt, die dann durch geeignete
Spezialuntersuchungen, z.B. Bestimmung von
Hepatitis-Antigenen
oder der Viruslast selber, nachgewiesen werden kann.
Achtung:
Die angegebenen Laborwerte können von Labor zu Labor leicht
differieren. |
Während die
Transaminasen zur Standarddiagnostik gehören, werden andere Leberwerte eher
selten untersucht, obwohl sie bei bestimmten Fragestellungen eine hohe
Aussagekraft haben. Die Leber ist gewissermaßen die chemische Fabrik des
menschlichen Organismus. Es werden nicht nur toxische Verbindungen – seien sie
von außen zugeführt oder im Körper selbst gebildet – entgiftet, indem sie in
unschädliche Verbindungen oder in solche umgewandelt werden, die wasserlöslich
sind und dann durch die Niere ausgeschieden werden, sondern auch zahlreiche
lebenswichtige Substanzen gebildet, so z.B. die für die Fettverdauung wichtigen
Gallensäuren, der größte des Teil des selbst synthetisierten Cholesterins und
viele Eiweiße. Bei einem Stau in den Gallengängen steigen AP und Bilirubin an,
bei einer verminderten Lebersyntheseleistung sinken Cholinesterase und Quickwert
ab. Diese Leberwerte lassen sich also sowohl zur Ursachensuche als auch zur
Verlaufskontrolle einsetzen. Sind beispielsweise die Synthesemarker Quick und
Cholinesterase erniedrigt und wird eine die Synthese unterstützende Therapie
eingeleitet (z.B. mit der Mariendistel), dann zeigt mir ein Ansteigen der Werte
an, dass die begonnene Therapie greift und weiter fortgeführt werden sollte.
Lebererkrankungen -
Was sollte ich tun, damit es der Leber erst gar nicht schlecht geht?
Die beste
vorbeugende Maßnahme zum Schutz vor einer
Fettleber ist die Vermeidung von
Übergewicht und zu viel
Alkohol. Was ist aber nun zu viel
Alkohol? Die meisten
Menschen glauben, dass zu viel
Alkohol immer genau die Menge ist, die den
eigenen Konsum gerade ein wenig übersteigt. Davon sind auch viele Weintrinker
überzeugt, die täglich eine Flasche des ach so gesunden Rotweines verköstigen.
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Alkohol, was ist unschädlich?
Ein
Drink pro Tag wird medizinisch heute allgemein als unschädlich
anerkannt, ja sogar ein Nutzen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
postuliert. Ein Drink sind eine Flasche Bier (0,5 l), ein Glas Wein
(0,25 l) oder ein Stamperl Schnaps oder Likör – bei Frauen die
Hälfte. Das gilt natürlich nur für Gesunde. Z.B. bei
Übergewicht,
Herzrhythmusstörungen,
erhöhter Harnsäure,
Bluthochdruck
und selbstverständlich bei Leberschädigungen ist auch diese Menge
noch zu viel und etwa ein Drink in der Woche kann gerade noch so
tolerabel sein. |
Gerade von
Patienten mit Leberwerterhöhungen bekomme ich immer wieder von der
gesundheitsfördernden Wirkung des
Alkohols
zu hören. Diese mag für andere Menschen zutreffen, nicht aber bei
Leberschädigungen. Hier ist der Konsum wirklich drastisch, manchmal sogar ganz –
zumindest bis zur Normalisierung der Werte – einzuschränken. Geheimtipp: Schauen
Sie sich einmal die Konstellation Ihrer Lebertransaminasen an. Sind GOT und GPT erhöht? Ist die GOT dabei höher
als die GPT? Dann ist vermutlich der
Alkohol der Hauptbösewicht.
Auf der anderen
Seite sehe ich auch immer wieder Patienten, die mir verzweifelt klagen, dass sie
von den Ärzten ob ihrer erhöhten Leberwerte immer wieder des Alkoholismus
bezichtigt werden. Dabei schwören sie glaubhaft, seit Wochen keinen Tropfen
verzehrt zu haben, ohne dass die Werte sich gebessert hätten. Da kann dann
beispielsweise ein NASH (sprich: Näsch) dahinter stecken – eine Nicht
Alkoholische Steatosis Hepatis, also eine Leberverfettung, deren Ursache jedoch
nicht im
Alkohol zu suchen ist. Geheimtipp: Ist die GPT höher als die GOT
(Eselsbrücke: Sowohl die GOT als auch der
Alkohol enthalten das O)? Dies ist
eine vereinfachende Faustregel, die nicht immer, aber oft zutrifft.
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NASH = Nicht alkoholische Fettleber
4Jeder
4. Deutsche ist betroffen.
4Jeder
10. mit NASH bekommt eine Leberzirrhose.
4Übergewicht,
Alkoholkonsum,
Diabetes
mellitus
und erhöhte
Triglyceride
sind die häufigsten
Ursachen.
4Leberwerte
und Ultraschall sind hinweisend, die Leberpunktion ist beweisend,
bei der
Kombination einer typischen Leberwertkonstellation mit den
bekannten Ursachen aber meist
überflüssig.
4Bei
Vermeidung oder Verbesserung dieser Ursachen ist eine NASH
vollständig reversibel. |
Autofahrer, die
ihren Führerschein verloren haben, berichten über enorme Schwierigkeiten, diesen
wieder zu bekommen, wenn ihre Leberwerte erhöht sind. Häufig steckt eben die
oben erwähnte NASH dahinter, mitunter aber Lebererkrankungen, an die selten
gedacht wird, wie etwa Leberentzündungen oder Autoimmunerkrankungen, nach denen
dann mit den entsprechenden spezifischen Labormarkern gefahndet werden muss.
Viele werden zu Unrecht und zu leichtfertig in die „Säuferecke“ gestellt. Auf
der anderen Seite gilt natürlich auch bei Leberschädigungen nicht alkoholischer
Ursache, dass
Alkohol dann zu minimieren oder gar eine vollständige
Alkoholkarenz einzuhalten ist, um die bereits geschädigte Leber nicht weiter zu
belasten.
Alkoholreduktion
und Abbau eines eventuell vorhandenen
Übergewichtes
sind also die beiden wichtigsten Schutzmaßnahmen für die Leber: Nebenbei: Die
Leber ist ein sehr gutmütiges und dankbares Organ. So kann eine
Fettleber
vollständig reversibel sein, wenn das Richtige konsequent getan wird. Sollte
sich die Leber allerdings narbig umgebaut haben, die Leberverfettung also
bereits in eine Leberzirrhose übergehen, dann ist das Kind in den Brunnen
gefallen. Die Leberzirrhose – etwa durch Leberverfettung oder auch bei
chronischen Leberentzündungen - stellt einen narbigen Endzustand dar, der
prinzipiell irreversibel ist. Dies heißt aber nicht, dann man nun die Flinte ins
Korn werfen sollte. Vielmehr sollten dann zusätzliche Leberschädigungen durch
die Leberweise erst recht gemieden und schützende Maßnahmen, die das
Fortschreiten der Erkrankung vermindern helfen, ergriffen werden sollten.
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Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: Es löst Familien,
Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber- und
Gehirnzellen auf. - Es löst nur keine Probleme. |
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Unbekannt |
Was kann die
Ernährung leisten? Eine an tierischen Fetten arme, jedoch an
ungesättigten
Fetten (z.B. in Olivenöl, Leinöl, Nüssen) reiche Kost ist hilfreich. Stark
gebratene oder gegrillte Speisen belasten die Leber. Über bittere Gewürze,
Kräuter und Gemüse freut sich die Leber hingegen, da sie hierdurch milde
angeregt wird. Endivien, Radiccio oder Löwenzahn wären Grundlagen für einen
guten „Lebersalat“. Tees, die Schafgarbe, Wermut oder Enzian enthalten, tun der
Leber ebenfalls gut.
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Weitere Ursachen von Leberschädigungen, die relativ häufig sind
4Hämochromatose,
Morbus Wilson:
Eisen- bzw. Kupferspeicherkrankheiten, die leicht zu diagnostizieren
und zu behandeln sind – wenn daran gedacht wird
4Stauungshepatitis:
Bei einer
Herzschwäche
mit Rechtsherzbelastung kann es zu einem
Rückstau des Blutes in die Leber mit entsprechender Schädigung
kommen. Die primäre Behandlung sollte dann dem Herzen gelten, die
Leber profitiert dann von der Verbesserung der
Herzschwäche.
4Autoimmunerkrankungen:
Autoimmunhepatitis, PBC (Primär biliäre Cirrhose) und PSC (Primär
sklerosierende Cholangitis) stellen Störungen des
Immunsystems
dar, bei denen körpereigene Substanzen der Leber bzw. der Galle
angegriffen und zerstört werden.
4Medikamente:
Viele
Medikamente „gehen auf die Leber“. Diclofenac, Paracetamol,
Statine
oder die „Pille“ sind hier vorrangig zu nennen, aber bei jeder
Leberwerterhöhung, die nach der Einnahme eines neuen Medikamentes
auftritt, sollte an einer arzneimittelinduzierte Leberschädigung
gedacht werden. |
Lebererkrankungen - Wann sollte man Artischocke und wann besser Mariendistel
einsetzen?
Artischocke und
Mariendistel sind die beiden wichtigsten Heilpflanzen für die Leber. Die
Artischocke hat appetitanregende, verdauungsfördernde und
cholesterinsenkende Effekte. Die
appetitanregende Wirkung ist u.a. auf den Gehalt an Bitterstoffen
zurückzuführen. Der verdauungsfördernde Effekt kommt durch die gesteigerte
Produktion und die Ausschüttung von Gallensäuren zustande. Die
Cholesterinsenkung ist durch diese
vermehrte Ausscheidung der Gallensäuren (diese werden aus
Cholesterin
synthetisiert) und die Verminderung der Cholesterineigenproduktion in der
Leber bedingt.
Artischocke (Sylara
scolymus) – eine der wichtigsten Heilpflanzen für
die Leber
Darüber hinaus
wirkt die Artischocke auch noch antioxidativ, fängt also freie Radikale in
der Leber ab, die bei Entzündungen oder toxischen Belastungen vermehrt
entstehen. Die Artischocke stellt also ein perfektes Leberschutzpräparat
dar, welches nahezu bei allen Leberschädigungen mit Erhöhungen der
Lebertransaminasen eingesetzt werden kann.
Die für die
Leber wichtigen Wirkstoffe (z.B. Flavonoide, Chinasäurederivate und Cynarin)
sind hauptsächlich in den Blättern vorhanden und kaum in den als
Nahrungsmittel verwendeten Artischockenböden. Kapseln mit
Artischockenextrakt, Tinkturen oder Presssäfte sind daher wirksamer als
Artischockenböden (die zwar gut schmecken, von denen man aber vielleicht
doch nicht dreimal täglich einen verzehren möchte).
Gut dosierte
Handelspräparate sind Ardeycholan Artischocke®,
Hepar-POS®,
Hewechol®
oder Hepar SL forte®.
Achtung:
Bei bekannten
Korbblütlerallergien besteht auch die Gefahr einer
Unverträglichkeit von Artischocke!
Die
Mariendistel wirkt hauptsächlich durch ihren Gehalt an Silymarin. Dieses
schützt die Zellmembran der Hepatozyten (Leberzellen) vor einem Eindringen
von Lebergiften und stimuliert die Eiweißsynthese in der Leber, wodurch die
Regeneration der Leber selbst, aber auch die Produktion wichtiger
Leberprodukte angeregt wird.
Die
Mariendistel (Silybum marianum) – wichtig für die
Syntheseleistung der Leber
In der
Schulmedizin ist die Mariendistel dadurch bekannt geworden, dass aus der
Mariendistel hergestellte
Medikamente die effektivste Maßnahme bei
schweren Lebervergiftungen etwa durch Knollenblätterpilze darstellen. Kein
Mittel ist in der Lage, die bei solchen Vergiftungen enorm hohe
Sterblichkeit so drastisch zu senken wie die hoch dosierte Mariendistel –
wenn diese Therapie noch rechtzeitig angewendet wird. Hier sehen wir, dass
ein Naturheilmittel nicht nur komplementär zur Schulmedizin hilfreich ist,
sondern geradezu den einzigen Therapiestandard darstellt.
Aber auch
außerhalb von Notfällen durch lebensgefährliche Vergiftungen tut die
Mariendistel Gutes. Ich verwende bei Lebertransaminasenerhöhungen vorrangig
die Artischocke, bei eingeschränkter Syntheseleistung aber bevorzugt die
Mariendistel. Wenn also der Quickwert (durch eine Leberschädigung, nicht
durch Therapie mit Marcumar®!)
und/oder die Cholinesterase erniedrigt sind, dann ist die Mariendistel für
mich das Mittel der Wahl. Nach frühestens vier Wochen sollte die Wirkung
durch eine Laborkontrolle dieser Werte überprüft werden.
Gut dosierte
Handelspräparate sind Ardeyhepan®,
Cefasylimarin®,
Hepatos®
und Legalon®.
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Lebererkrankungen -
Durchführung
des Leberwickels
S
Überbrühen Sie 1 Beutel Schafgarbentee mit 200 ml Wasser und
lassen ihn 10-15 Min. ziehen
S
Bereiten Sie sich eine ca. zur Hälfte gefüllte heiße Wärmflasche
vor
S
Falten Sie das große Handtuch längs und breiten Sie es auf Ihrem
Bett in Höhe des
Oberbauches aus
S
Begießen Sie die gefaltete Kompresse in der Schüssel mit dem
Tee, gießen Sie das Wasser ab,
lassen Sie die Kompresse abkühlen und wringen Sie sie etwas aus.
Der Leberwickel kann auch
ohne Schafgarbentee nur mit heißem Wasser durchgeführt werden
S
Prüfen Sie an der Innenseite des Unterarmes, ob die Temperatur
für Sie richtig ist
S
Legen Sie das Baumwolltuch mit der Kompresse neben die Schüssel
S
Legen Sie sich ins Bett, auf die Lebergegend (rechter Oberbauch,
dort wo die Rippen enden)
legen Sie die Kompresse, darauf das Baumwolltuch
S
Schlagen Sie das große Handtuch darüber, legen Sie die
Wärmflasche auf das Handtuch
Eingemummelt in Ihre Bettdecke ruhen Sie nun bitte ca. 45
Min. bis Ihnen wohlig warm ist und
Sie sich entspannt fühlen
S
Entfernen Sie jetzt den Leberwickel
S
Sollte es Ihre Zeit erlauben, bleiben Sie nur mit der
Wärmflasche noch 20-30 Min. liegen. |
Lebererkrankungen -
Homöopathie – Ähnliches werde durch
Ähnliches geheilt
Bei Lebererkrankungen ist
es nicht einfach, genau das richtige, passende Einzelmittel zu finden, da
nur wenige homöopathisch verwertbare Symptome vorliegen. Dann ist es
günstig, auf bewährte Komplexmittel zurückzugreifen, die eine Kombination
von bei Lebererkrankungen sinnvollen Einzelmitteln enthalten. Beispiele für
solche homöopathische Leberkomplexmittel sind Hepeel®
N Tabl., Hepar-Hevert®
Lebertabl. SL und Hepar-Pasc®
Tabl. In fortgeschrittenen Fällen oder zur Intensivierung der Wirkung als
Injektion in Muskel, Vene oder am besten als Quaddelserie über die
Reflexzone der Leber am unteren rechten Rippenbogen kommen auch Injektionen
mit Hepar comp.®,
Hepar-Hevert injekt®
N oder Hepar suis Injeel®
in Betracht.
Lebererkrankungen -
Fazit
Es muss schon Einiges an
schädigenden Belastungen auf die Leber einwirken, damit diese es langfristig
wirklich übel nimmt. Mit dem eigenen Verhalten hat es aber jeder selbst in
der Hand, weitere Schädigungen zu vermeiden oder der Leber etwas Gutes zu
tun. Helfen Sie Ihrer Leber bei ihrer täglichen Entgiftungs- und
Synthesearbeit – Sie haben nur diese eine!
Mit den besten
Wünschen für Ihre Gesundheit
©
Dr. Volker
Schmiedel
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin
(Univ. Mailand).

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Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte
- von Abnehmen bis Zöliakie -
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Dieser
Artikel wird mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift „Naturarzt“
www.naturarzt-access.de abgedruckt.
Zur
Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw.
Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der
naturkundlichen Privatambulanz.
Alle
notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der
Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt
werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html
Informationen über ambulante
Diagnostik und Therapie:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturheilk_Ambulanz.html
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Gesundheitstipps:
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Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten
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zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl.
der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn
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E-Mail)
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