Lebensstiländerungen
Was ist wichtiger:
Medikamente oder
Vor
kurzem las ich in der Zeitschrift „Arzneimitteltherapie“ einen beachtenswerten
Beitrag (Heinzl, S.: Hotline in Wien, Arzneimitteltherapie, Jg. 25, Heft 10,
2007, S. 359). Darin wurde von der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft
für Kardiologie im September 2007 in Wien berichtet. Nach den Ergebnissen der
EuroASPIRE-Untersuchung haben sich in den letzten 12 Jahren bei wichtigen
kardiovaskulären
Im Einzelnen wurde Folgendes konstatiert: Ø Der Nikotinkonsum hat sich praktisch nicht verändert! Während es in den USA kaum noch Raucher gibt (praktisch nur noch Mitglieder der sozialen Unterschicht und Hardcore-Nikotinsüchtige frönen diesem Laster), ist der Konsum in Europa bisher nur unwesentlich oder gar nicht gesunken. Das ist gesellschaftspolitisch tragisch. Dass aber immer noch viele Gefäßkranke rauchen, ist medizinisch geradezu skandalös. Ø Das Körpergewicht ist sogar dramatisch angestiegen – und zwar in den letzten Jahren um durchschnittlich knapp 5 kg. Neue Statistiken belegen, dass die Deutschen hier schon erreicht haben, was Jogi Löw und seine Jungens für 2008 anstreben: Wir Deutschen sind jetzt schon Europameister – und zwar in der Disziplin „Fettsucht“!
Ø
Die
Blutdruckwerte (erhöhter
Blutdruck ist ein wesentlicher
Ø
Die
Häufigkeit an
Ø
Lediglich die
Fettwerte (
Ø
Neben
Es
wurde geschlussfolgert, dass allein das erhöhte Körpergewicht die positiven
Auswirkungen all dieser
Lesen Sie sich dieses Zitat doch bitte noch einmal durch und lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen! Solche Äußerungen vernahmen wir bisher eigentlich nur von außenseiterischen Alternativmedizinern, die den herrschenden Medizinbetrieb aus nahe liegenden ideologischen Erwägungen heraus, jedoch ohne wissenschaftliche Absicherung zu diffamieren versuchten. Und nun lesen wir solche defätistischen Bemerkungen in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, die nicht gerade im Verdacht steht, unkritisch naturheilkundliche Meinungen zu vertreten, sondern den Mainstream der deutschen Pharmakotherapie repräsentiert. Das ist an sich schon beachtlich.
Die
Vermutung vieler Patienten, die den „bösen Chemiekeulen“ ablehnend
gegenüberstehen, und der pharma-kritischen Ärzte und Heilpraktiker, die die
alleinseligmachende Wirkung von
Ein
Beispiel: Der Patient fragt seinen Kardiologen nach erfolgreicher
Aufdehnung seiner Herzkranzgefäße: „Herr Doktor, was muss ich
denn jetzt noch tun? Soll ich meine Ernährung irgendwie ändern?“ Der Kardiologe
antwortet: „Schauen Sie doch einmal Ihre Gefäße im Coro-Film an. Wir haben alle
Engstellen mit dem
Ballon weggedrückt. Und zur Sicherheit
haben wir auch noch einen kleinen Drahtschlauch eingelegt, der die Gefäße offen
hält.
Zur Ehrenrettung der Kardiologen muss ich an dieser Stelle betonen, dass dieses Beispiel heute wohl eher die Ausnahme denn die Regel darstellt. Aber meine Patienten berichten mir immer noch, dass sie so etwas hin und wieder zu hören bekommen. Wollen wir hoffen, dass diese schulmedizinischen Dinosaurier das gnädige Schicksal des Aussterbens ereilt. Die meisten Kardiologen wissen heute sehr wohl um die Tatsache, dass mit Aufdehnung der Gefäße, Bypass-Operation oder medikamentöser Einstellung mit gefäßerweiternden Medikamenten zwar symptomatisch geholfen werden kann, die Grunderkrankung selbst ist damit aber keineswegs besiegt. Die meisten Ärzte geben ihren Patienten daher auch Tipps zur Lebensweise einschließlich Ernährung, Bewegung und Entspannungsverfahren. Leider werden Ärzte weder in ihrem Studium noch in ihrer Facharztausbildung besonders gut darin ausgebildet. Studienziel: Lebensstiländerungen Der Autor dieses Newsletters durfte in seinen 12 Semestern Humanmedizin ganze zwei Unterrichtseinheiten Ernährungsmedizin genießen. Noch weniger wird den Ärzten beigebracht, wie sie den Patienten Lebensstiländerungen vermitteln sollen, damit diese Empfehlungen auch nachhaltige Konsequenzen zeitigen. „Machen Sie sich mal nicht soviel Stress, bewegen Sie sich ab und zu einmal und vermeiden Sie Eier!“ ist schon das Übliche, was Rat suchende Patienten von ihren Ärzten diesbezüglich vernehmen. Selbst wenn Ärzte das Fachwissen hätten sowie die Fähigkeit, ihre Patienten zu motivieren (beides eher eine Rarität), so könnte ein Arzt seine Praxis bald wegen Insolvenz schließen, wenn er qualitativ so gut und quantitativ so viel beraten würde, wie es für erfolgreiche Lebensstiländerungen nötig wäre.
Das
Geheimnis: Er kann diese Leistungen kaum oder gar nicht abrechnen. Solange ein
Kardiologe bei einer
Aufdehnung eines Herzkranzgefäßes das
Zigfache dessen verdient, was er für eine adäquate Beratung seines
Koronarkranken bezüglich
Solange
sich im Bereich der Kneippschen Therapien (drei der fünf Säulen des weisen
Pfarrers betreffen
Der
kranke Patient – der gesunde Mensch natürlich genauso – ist gut beraten, wenn er
die
Die Patienten (und Gesunden), die bereit sind, Einstellungen und Verhalten zu verändern, werden in Form von Lebensverlängerung und Lebensqualität eine gute Rendite einheimsen. Der Patient hingegen, der nach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“ verfährt, wiegt sich in einer Scheinsicherheit – wie wir jetzt wissenschaftlich untermauert bestätigt bekommen haben.
Lebensstiländerung
Wann passt ein solcher Newsletter besser als gerade zum Jahreswechsel? Gibt es einen günstigeren Zeitpunkt als jetzt, etwas zu ändern? Wenn wir den Kalender wechseln, können wir doch auch einmal über unseren Lebensstil nachdenken. Dabei ist allerdings von entscheidender Bedeutung, von allgemeinen Betrachtungen („Ach ja, man müsste eigentlich mal ein bisschen mehr Sport treiben…“) zu sehr konkreten Planungen zu schreiten:
Dies sind nur Beispiele. Was für Sie das Richtige ist und was Sie sich zutrauen, müssen Sie selbst entscheiden. Aber gehen Sie es an. Machen Sie sich die individuell für Sie richtigen Vorsätze. Es lohnt sich. Viel Erfolg, noch mehr Gesundheit und die Erfüllung all Ihrer Ziele wünscht Ihnen von ganzem Herzen
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
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