Das Immunsystem
Diagnostik des
Was
tun, wenn immer wieder
Infekte auftreten?
Doch
zunächst unsere Quizfrage:
Was
glauben Sie, wie viel % der Leukozyten, also der „Polizisten unseres Körpers“
befinden sich im Bereich des Darmes?
a)
10 % Immer mehr Menschen klagen über Infektanfälligkeit. Sind Sie auch bei jeder Erkältungswelle dabei? Oder werden Sie eine Infektion nicht so schnell wieder los, wenn Sie wieder einmal eine aufgefangen haben? Dann sollten Sie was dagegen tun. Diagnostisch steht uns mittlerweile ein ganzes Arsenal von Methoden zur Verfügung, die das Immunsystem beurteilen. Das Immunsystem, welches sich in Hunderten von Jahrmillionen während ständiger Auseinandersetzungen mit unterschiedlichsten Erregern entwickelt hat, ist daher äußerst komplex. Das macht es für Krankheitskeime relativ schwer, in einem Organismus Fuß zu fassen - wir bemerken ja nur die "erfolgreichen Infektionen, nicht hingegen die tausendfach erfolgreiche Abwehr an den verschiedenen Fronten unseres Immunsystem s. Da wären zunächst einmal die natürlich Barrieren - Haut und Schleimhäute -, die bereits ein schwer überwindliches Hindernis für die meisten Keime darstellen. Ein guter Säurewert der Haut bzw. eine Besiedelung des Darmes mit für uns günstigen Keimen erhöht den Schutz. Im Blut und im Bindegewebe stehen weitere "Soldaten" für den Kampf gegen unerwünschte Eindringlinge bereit. Unspezifische Faktoren wie die Makrophagen ("Fresszellen"), natürliche Killerzellen oder das Komplementsystem, dazu noch spezifische Abwehrmittel, wie die B- und T-Lymphozyten. Diese wurden durch eine Infektion oder Impfung "trainiert" und stehen nun "Gewehr bei Fuß", falls der gleiche Erreger noch einmal sein Glück versucht. Die meisten Angriffe werden bereits durch die Haut- und Schleimhautbarrieren abgewehrt. Sollte eine Infektion diese Fronten überwinden, so benötigt das spezifische Abwehrsystem einige Tage, um genügend Antikörper und Abwehrzellen zu bilden - daher dauert ein Schnupfen in der Regel auch etwa 7 Tage. Wir dürfen heute ohne Übertreibung sagen, dass sich unser medizinisches Wissen über das Immunsystem alles paar Jahre verdoppelt. Und noch wissen wir vermutlich nur einen kleinen Teil dessen, was wir benötigen würden, um dieses komplexe Wunderwerk der Natur vollständig zu begreifen.
Bei
rezidivierenden
Infekten, also immer wieder auftretenden
Infektionen, besteht möglicherweise
eine Schwäche des Immunsystem 's, die es abzuklären gilt. Einige recht
einfache Untersuchungsmethoden stehen mittlerweile zur Verfügung und können im Einzelfall den Ursachen für eine Abwehrschwäche
des Immunsystem 's auf die Spur
kommen:
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Blutbild
plus Differentialblutbild: Diese einfache und preiswerte Untersuchung gibt
bereits Informationen über die Anzahl der weißen Blutkörperchen (die für
einen Teil der Immunabwehr verantwortlich sind) sowie deren Untergruppierungen,
z.B. die wichtigen Lymphozyten. Jeder Hausarzt kann diese Untersuchung durchführen.
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Lymphozytendifferenzierung:
Diese aufwändige und relativ teure Spezialuntersuchung teilt die Lymphozyten in
die verschiedenen Untergruppen ein (z.B. T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, Helfer-, Suppressor- und natürliche
Killerzellen), des weiteren kann das wichtige Verhältnis zwischen Helfer- und
Suppressorzellen errechnet werden, welches bei AIDS-Patienten sehr, bei
anderweitigen Patienten mit Schwäche des Immunsystem’s häufig mäßig
erniedrigt ist. Diese Untersuchung kann nur in großen Krankenhäusern oder
Spezialambulanzen durchgeführt
¤
IgA-,
IgG-, IgM-Globuline: Diese Antikörper gegen Krankheitserreger werden von den
B-Lymphozyten gebildet.
Während in der Lymphozytendifferenzierung die Anzahl der B-Lymphozyten bestimmt
wird, können wir hier ihre Funktion abfragen. Sind einzelne Zelllinien
geschädigt, kann es zu umschriebenen Mangelsituationen mit der Folge einer
Abwehrschwäche kommen.
¤
In
einer Vollblutanalyse kann man Aufschluss über den Bestand an Zink, Selen und
den Vitaminen B6, B12 und Folsäure erhalten – alles wichtige Nährstoffe
für unser Immunsystem. Nur wenige Speziallabore sind dazu in der Lage.
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sIgA
im Stuhl: Das „sekretorische Immunglobulin A“ im Stuhl gibt Hinweise darauf,
ob und wie gut das Immunsystem des Darmes (siehe auch Lösung der
Quizfrage) funktioniert. Die Bestimmung der Darmflora zeigt uns die Verteilung
physiologischer, "guter" und ggf. auch pathogener,
"schlechter" Bakterien oder Pilze an. Dieses
Screening-Immunprogramm ergibt schon ein recht umfassendes Bild über Zustand
und Funktion des Immunsystem 's. Eine solche Untersuchung sollte aber nicht
"mal eben so", sondern nur dann durchgeführt werden, wenn auf
Grund häufiger oder schlecht überstandener
Infektionen der dringende Verdacht
auf eine Schwäche des Immunsystem’s vorliegt. In der naturheilkundlichen
Ambulanz der Habichtswald-Klinik können diese Untersuchungen alle durchgeführt
werden. Mit
den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Auflösung der Quizfrage: Richtig ist Lösung d)! Nur wenig bekannt ist, dass ca. 80 % der gesamten zellulären Immunabwehr im Bereich des Darmes lokalisiert ist. Der Darm ist mit 400-600 m2 unsere größte Kontaktfläche zur Außenwelt. Hier muss sich das Immunsystem mit den Antigenen der Nahrung und möglicher Krankheitserreger befassen. Unter anderem entscheidet sich auch hier, ob das Immunsystem zu schwach ist (Immunschwäche) oder überreagiert (Allergien). Die physiologisch vorkommenden Darmbakterien spielen für die richtige Schulung des Immunsystems eine entscheidende Rolle. Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail) Weitere Fragen?
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