Homöopathie
Die
Während die konventionelle
Schulmedizin (noch) dem mechanistischen Denken verhaftet ist, zielt die Homöopathie
auf eine Stärkung und Stabilisierung der Lebenskraft. Denn warum, so fragt man
sich, wird der eine Mensch angegriffen von Bakterien, Pilzen, Viren und der
andere bleibt in der schlimmsten Epidemie verschont? Die herkömmliche Medizin
hat keine Antwort auf diese Frage. Sie behebt mit ihren Antibiotika oberflächlich
die Symptome, indem sie die Krankheitserreger abtötet, eben mechanistisch verfährt.
Manchmal kann das sehr wichtig sein, sogar lebensrettend. Eine
vollkommene Heilung ist es jedoch nicht. Denn diese erreichen wir
nur durch die Behandlung der
Immunschwäche bzw. der Empfänglichkeit oder - wie
wir es in der Homöopathie nennen - durch die Behandlung der geschwächten
Lebenskraft eines Menschen, bzw. durch die Stärkung von dessen Vitalität. Homöopathie ist deshalb eine sehr individuelle Heilmethode. Eine Verstopfung beispielsweise von Frau Müller würde ein Schulmediziner mit dem gleichen Mittel behandeln wie die von Herrn Kunz. Nicht so die Homöopathie. Hier wird detailliert gefragt, wann die Beschwerden auftreten, wodurch sie begünstigt werden, wie sie sich äußern, welche Begleiterscheinungen auftreten, ob sich die Gefühlslage dabei ändert und vieles mehr. Bei so genauem Nachfragen zeigt sich sehr wahrscheinlich, dass sich Frau Müllers Symptome deutlich von denen des Herrn Kunz unterscheiden. Genau das wird in der Homöopathie berücksichtigt. Das Arzneimittel muss auf den Einzelfall passen. Nur so ist eine grundlegende Heilung möglich, die sich nicht in der Bekämpfung oder Unterdrückung eines Symptoms erschöpft. Alles gut und schön, aber wie soll das möglich sein? ![]() http://www.samuel-hahnemann-stiftung.de/biographie_hahnemann/01_biographie_sh_stichw.html "Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man heilen nennt." (Zitat: Samuel Hahnemann § 1 im Organon der Heilkunst) Zugegeben, es ist nicht einfach und
ein mühsamer Weg. Aber Samuel Hahnemann (1755 - 1843) und seine vielen Schüler
und Nachfolger haben uns einen Weg gezeigt, den ich hier kurz skizzieren will. Wörtlich übersetzt bedeutet der
Begriff Homöopathie „gleiches Leiden“ oder „ähnliches Leiden“. Gemeint
ist damit die Behandlung mit Arzneimitteln, die beim Gesunden solche
Krankheitszeichen auslösen können, wie sie beim Kranken durch eben dieses
Arzneimittel geheilt werden. In der Homöopathie nennen wir dies das „Ähnlichkeitsgesetz“
oder „Similegesetz“. Genau
genommen wurde das Ähnlichkeitsprinzip - also die Homöopathie - schon von
Hippokrates, Paracelsus und anderen erwähnt. So wussten beispielsweise unsere
Altvorderen bereits, „dass die abführenden Eigenschaften des Rhabarbers zum
Kurieren von
Durchfall geeignet“ sind (1). Als
eigentlicher Begründer der Homöopathie gilt aber Hahnemann. Von ihm stammt
auch der Begriff „Homöopathie“. Er hat sie mit wissenschaftlicher
Genauigkeit entwickelt, indem er zahlreiche Substanzen aus dem Pflanzen-, Tier-
und Mineralienreich bei sich selbst und anderen prüfte. Angefangen
hat alles mit seiner Unzufriedenheit bezüglich der damals gängigen Medizin,
die er sehr stümperhaft und unzulänglich fand und wo Kurpfuscherei an der
Tagesordnung war. Aufgrund
seiner Literaturstudien kam er auf die Idee, die Wirkungen der Chinarinde an
sich selbst auszuprobieren. Was er herausfand war faszinierend: Jedesmal, wenn
er die Chinarinde einnahm traten bei ihm Symptome auf, die mit diesem Mittel
auch geheilt wurden. Nun wollte er es genau wissen. Gemeinsam mit Verwandten,
Freunden und Bekannten überprüfte er zahlreiche Substanzen und hielt jede
einzelne Wirkung, jedes Symptom bei allen Teilnehmern akribisch genau fest. So
entstand allmählich ein Katalog, in dem für jede geprüfte Substanz ein
charakteristisches Spektrum von Wirkungen festgehalten wurde, das so genannte
Arzneimittelbild; und in der Praxis bestätigte sich immer wieder die Heilkraft
dieser Substanzen, wenn sie bei Kranken mit den gleichen Symptomen angewendet
wurden. Damit
war das fundamentale Heilgesetz der Homöopathie gefunden: Similia similibus
curentur (Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt).
Logo der
Samuel-Hahnemann-Stiftung
http://www.samuel-hahnemann-stiftung.de/stiftung/01_kurzbeschr_stiftung.html
Hier
noch einmal ein konkretes Beispiel: Wenn wir unsere gut bekannte Küchenzwiebel
schälen und schneiden, treten charakteristische Reaktionen auf, die Empfänglichkeit
für die Ausdünstungen der Zwiebel bei der betreffenden Person vorausgesetzt.
Die Augen brennen und beißen. Wir haben das Bedürfnis zu reiben. Es entsteht
ein starker Tränenfluss, der auch mit einer Benommenheit des Kopfes verbunden
sein kann. Die Nase fängt an zu laufen, und wenn wir an die frische Luft gehen,
wird alles besser. Wüssten wir nicht, dass die eben geschälte Küchenzwiebel
Ursache unserer Beschwerden ist, so könnten wir meinen, uns einen handfesten
Schnupfen eingehandelt zu haben. Tritt aber nun ein wirklicher Schnupfen mit den
geschilderten Eigenarten auf, so kann er durch eine homöopathische Zubereitung
der Küchenzwiebel geheilt werden. Wenn
wir uns bewusst machen, dass die Symptome, die ein kranker Mensch entwickelt,
Selbstheilungsversuche sind, wird die Wirkungsweise der Homöopathie verständlicher;
denn sie verstärkt zunächst die körpereigenen Symptome, um den kranken
Menschen zu einer verstärkten Heilreaktion herauszufordern. Deshalb kann es in
der Homöopathie manchmal auch zu einer kurzfristigen Erstverschlimmerung
kommen, bevor die Heilung eintritt. Gut
bekannt ist uns zum Beispiel die Selbstheilungsfunktion des Fiebers. Die hohe Körpertemperatur
dient der Eliminierung der Krankheitserreger und sollte keinesfalls unterdrückt
werden. Sogar in der herkömmlichen Medizin gibt es Heilversuche mit künstlich
erzeugtem Fieber. Anders
als in der Schulmedizin werden in der Homöopathie die Arzneien in einer
speziellen Verdünnung, im so genannten potenzierten Zustand eingenommen. Ursprünglich
hat Hahnemann verdünnte Substanzen deshalb eingesetzt, weil er deren
Giftwirkung minimieren wollte (beispielsweise sei die in der Homöopathie häufig
verwendete Tollkirsche genannt oder auch die zu seiner Zeit viel benutzten
Substanzen Arsen und Quecksilber). Bedauerlicherweise führte die einfache Verdünnung
nicht nur zu einer Eliminierung der Giftwirkung, sondern auch zu einem Verlust
der Heilwirkung. Hahnemann ließ sich dennoch nicht beirren. Er experimentierte
und forschte unermüdlich weiter, bis er der Lösung dieses Dilemmas auf die
Spur kam: Er bemerkte, dass er durch kräftige Schüttelschläge bei jedem Verdünnungsschritt
die Heilwirkung nicht nur erhalten, sondern sogar noch erhöhen, also
potenzieren konnte. Die Giftwirkung minimierte sich indes. Damit
war neben dem Ähnlichkeitsgesetz und der Arzneimittelprüfung die dritte Säule
der Homöopathie - die Potenzierung - entdeckt. Trotz
der Erfolge durch die Homöopathie sind Hahnemann und seine Nachfolger vielen
Anfeindungen und Kritik ausgesetzt. Freilich sind die Arzneimittelprüfungen
subjektive Prüfverfahren, wo sich auch zufällige Symptome und Fehler
einschleichen können und eingeschlichen haben. Dem ist entgegen zu halten: Die
mehrfachen Testungen und das Abgleichen der Symptome zwischen vielen Prüfern
garantiert ein hohes Maß an wissenschaftlicher Genauigkeit. Vielen
Kollegen ist auch das Potenzierungs-Prinzip ganz und gar suspekt. Noch zur Zeit
Hahnemanns gab es vor allem zweierlei Gegner der Homöopathie: Eine Gruppe, die
es schlicht bei Polemik bewenden ließ, eine andere, die sich auf den Weg
machte, Hahnemanns Erkenntnisse zu widerlegen. Bezeichnenderweise sind gerade
die Vertreter der zweiten Gruppe zu den glühendsten Verehrern und Schülern von
Hahnemann konvertiert und heute als hervorragende Homöopathen bekannt. Ich
selbst habe nie verstanden, warum die Homöopathie von vielen Allopathen zum
Teil so sehr heftig angegriffen wird; denn bereits während des Medizinstudiums
lernen wir, dass
Medikamente zur Bekämpfung von
Kopfschmerzen
auch
Obwohl
die Heilerfolge der Homöopathie für sich sprechen, muss man eingestehen, dass
eine rationale Erklärung des Potenzierungs-Prinzips in der Vergangenheit nicht
möglich war. Heute bietet die moderne Physik mit ihrer Quantentheorie einen möglichen
Erklärungsansatz. Bei der Wirkung der homöopathischen Arzneimittel, wo ab
einem gewissen Grad der Potenzierung kein einziges Teilchen der Ursubstanz mehr
nachzuweisen ist, scheint es sich um eine Informationsübertragung zu handeln. Die
moderne Physik lehrt uns, dass alle Materie - also auch unser Körper - eine
bestimmte Ausformung von Energie ist, die sich unter dem Einfluss von
Informationen ständig ändert. Auf der Ebene der Elementarteilchen ist der
Unterschied zwischen Energie und Materie überhaupt nicht mehr bedeutsam,
sondern alles ist nur noch Kommunikation (2). So beruht auch die Ordnung unseres
Körpers auf der Kommunikation der Körperzellen. Wir wissen heute, dass diese
Kommunikation nicht nur substantiell mittels Nervenleitung und Hormonen
geschieht. Der bekannte Biophysiker Fritz Albert Popp konnte nachweisen, dass
alle lebenden Zellen Licht abstrahlen, die so genannten Biophotonen. Sie sind im
nicht-substantiellen Bereich die Grundlage dafür, dass sich die einzelnen
Zellen sozusagen miteinander unterhalten und eine innere Ordnung herstellen können.
Dort, wo diese Kommunikation nicht mehr oder nicht optimal funktioniert,
entstehen Krankheiten und „Wildwuchs“, womit ich den gefürchteten
Krebs
meine. Die
Erfahrung zeigt, dass ein richtig gewähltes homöopathisches Arzneimittel diese
Kommunikation und Ordnung und damit unser Wohlbefinden wieder herstellen oder
positiv unterstützen kann. Die Homöopathie bezieht so - im Gegensatz zur
Allopathie- eben mehr als nur den materiellen Körper in die Heilung ein. Popp
nennt deshalb die Allopathie einen Grenzfall der Homöopathie (2). Die
Homöopathie beruht also auf einem erweiterten Verständnis des menschlichen
Daseins. Nicht eine bestimmte Krankheit gilt es isoliert zu behandeln, sondern
die Wiederherstellung der Ordnung im Organismus zu unterstützen. Während
sich in der Physik der Paradigmenwechsel bereits vollzogen hat, hinkt die
Medizin noch hinterher. Erst allmählich - aber stetig - findet die Homöopathie
neue Anhänger und Verfechter. Zwar
gab es im 19. Jahrhundert schon eine Blütezeit der Homöopathie. Sogar Krankenhäuser
hatten sich der Homöopathie verschrieben. Diese Hochphase wurde jedoch abrupt
unterbrochen, als man durch verbesserte mikroskopische Techniken
Krankheitserreger nachweisen konnte. Damit wähnte man sich den Ursachen vieler
Krankheiten auf der Spur. Als sich dann noch die Möglichkeit auftat, die
Erreger mit Hilfe der Entwicklung von Antibiotika zu beherrschen, war die
Euphorie groß. Der Stein der Weisen schien gefunden. Das Interesse an der Homöopathie
schwand. Erst
in unseren Tagen, wo sich die Grenzen antibiotischer Behandlung überdeutlich
zeigen, wo überhaupt die Grenzen der herkömmlichen Medizin trotz nicht zu
unterschätzender bahnbrechender Entwicklungen wieder ins Blickfeld geraten,
beginnt das zarte Pflänzchen Homöopathie zu wachsen, nicht zuletzt auch dank
der Erfolge sowohl bei akuten wie auch chronischen Krankheiten. Sogar in
bestimmten Krankenhäusern wird die Homöopathie wieder praktiziert, wenngleich
ein Klinikaufenthalt in der Regel zu kurz ist, um eine langjährige chronische
Krankheit zu heilen.
Was
sind nun die Voraussetzungen für eine gute homöopathische Behandlung? Selbstverständlich bedarf es eines in der Homöopathie gut ausgebildeten Arztes. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Der kranke, leidende Mensch, der Unterstützung und Heilung in der Homöopathie sucht, trägt selbst entscheidende Mitverantwortung für das Gelingen der Behandlung. Er muss lernen, sich gut zu beobachten; und zwar nicht auf eine hypochondrische Art und Weise, sondern möglichst objektiv und unvoreingenommen. Der Arzt braucht zur Mittelfindung in der Homöopathie sehr detaillierte Angaben, ganz besonders auch über die Veränderungen im Geistes- und Gemütsbereich. So muss der Patient ihm mitteilen, wann und wo Symptome auftauchen; unter welchen Umständen; wodurch sie verschlechtert, wodurch gebessert werden; wie sie sich äußern. Außerdem
muss sich der Patient folgendes bewusst machen: Wie reagiere ich auf meine
Beschwerden? Wie verarbeite ich sie mental und emotional? Was bedeutet die
Erkrankung für mich? Ungewöhnliche Fragen für den Neuling in der Homöopathie.
Aber sie sind unabdingbare Voraussetzung für die individuelle Arzneimittelgabe.
Der Homöopath vergleicht die geschilderten Symptome mit den Wirkungen der ihm
bekannten Arzneimittel. Findet er das passende Mittel, das beim Gesunden genau
die Symptome hervorruft, von denen der Patient berichtet hat, dann ist Homöopathie
in der Lage, nicht nur einen banalen Schnupfen, sondern schwerste Krankheiten zu
heilen. Literatur:
und
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Sagen Sie uns ruhig
mal Ihre Meinung!
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail) Weitere Fragen?
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