Logo der Habichtswald-Klinik     HABICHTSWALDKLINIK
           Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde                  Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz

                      34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe

                Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische Informationen und Links - speziell auch von
                                    
der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik -  klicken Sie hier

FETTSÄUREN ©

Gute Fette, schlechte Fette 

 Wie Fette chronische Entzündungen beeinflussen

 

Quizfrage:

Warum sind fette Kaltwasserfische (im Nordmeer lebend) so omega-3-fettsäure-reich?

a) Omega-3-Fettsäuren sind ein guter Thermoisolator.
b) Omega-3-Fettsäuren halten die Zellmembranen auch bei niedrigen Temperaturen elastisch.
c) Omega-3-Fettsäuren sind die Vorstufe von
Vitamin D, welches wegen der fehlenden
    Sonneneinstrahlung im Norden vermehrt benötigt wird.

d) Omega-3-Fettsäuren aktivieren den Stoffwechsel auch bei niedrigen Außentemperaturen.


Wir alle wissen, dass viele Krankheiten ernährungsabhängig sind - so gäbe es bei uns kaum Diabetiker, wenn alle Menschen normalgewichtig wären, es gäbe viel weniger Leberzirrhose, wenn wir vernünftig mit dem Alkohol umgehen würden, und die Kinder würden weniger unter Karies leiden, wenn nicht so viel Süßes konsumiert würde.

Nur wenigen Menschen ist aber bekannt, dass wir mit der Auswahl der richtigen Fette zahlreiche Erkrankungen sehr günstig beeinflussen oder sogar heilen können, die nach gängiger Lehrmeinung immer noch als unheilbar angesehen werden und eine Dauermedikation mit starken Arzneimitteln erforderlich machen. Es handelt sich dabei um folgende Krankheiten:

O Entzündliches Gelenkrheuma
O
Asthma, chronische Bronchitis
O
Neurodermitis, Psoriasis
O
Multiple Sklerose
O
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
O Koronare Herzkrankheit
O
Herzrhythmusstörungen

Und für alle diese meist nur symptomatisch zu beeinflussenden Krankheiten soll es ein Heilmittel geben? Ich bin sonst eigentlich immer skeptisch, wenn (meist überzogene) Heilungsversprechen gemacht werden, weil sie meistens nicht stimmen oder sich irgendjemand eine goldene Nase daran verdienen will. Hier ist es jedoch anders: Es verdient niemand etwas daran, weil die Betroffenen "nur" ihre
Ernährung umstellen müssen. Und es gibt ganz klare wissenschaftliche Hinweise, dass diese Umstellung auch funktioniert.

In diesem Zusammenhang interessieren uns hauptsächlich die koronare Herzkrankheit, die wir ja mit Maßnahmen zur Beeinflussung des Fettstoffwechsels verhindern wollen sowie die Herzrhythmusstörungen. Doch genug der langen Vorrede. Was ist das denn nun für ein "Wundermittel"? Es handelt sich um den gezielten Einsatz von entzündungshemmenden und den weitgehenden Verzicht auf entzündungsfördernde Fette in der Nahrung. Alle Fette, die wir verzehren, bestehen aus Glycerin und drei Fettsäuren. Diese Fettsäuren liefern einerseits Energie, andererseits kann der Organismus aber auch Prostaglandine daraus herstellen. Prostaglandine sind Botenstoffe in unserem Körper, die unter anderem den Blutdruck, die Blutgerinnung, den Salz- und Wasserhaushalt und eben auch die Entzündungsneigung bestimmen. Wir brauchen Prostaglandine, die Entzündungen fördern, damit wir uns damit gegen Infektionen wehren können. Wir brauchen aber auch Prostaglandine, die Entzündungen wieder bremsen können. Beides muss in einem vernünftigen Gleichgewicht stehen. Und beide Arten von Prostaglandinen werden von der Zusammensetzung der Fettsäuren in unserer Nahrung bestimmt:

O Linolsäure - Arachidonsäure
entzündungsfördernde Prostaglandine
O Alpha-Linolensäure - DHA, EPA
entzündungshemmende Prostaglandine

Die
Fettsäuren Linolsäure und Arachidonsäure gehören zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren.
Alpha-Linolensäure, Docosoheaxaensäure (DHA)
und Eicosapentaensäure (EPA) gehören zu den
Omega-3-Fettsäuren.

Wirkungen der Prostaglandine

Prostaglandine 1, 2 Prostaglandine 3
Blutdruck ↑ Blutdruck
Entzündung ↑ Entzündung
  Triglyceride ↓↓
  Cholesterin ()
  HDL (↑)
Thrombozytenaggregation Thrombozytenaggregation
  Herztod ↓↓

Entgegen anders lautender Empfehlungen senken die Omega-3-Fettsäuren nur minimal (0-5 %) das Gesamt- sowie das LDL-Cholesterin, während das gute HDL-Cholesterin höchstens geringfügig angehoben wird. Die Omega-3-Fettsäuren senken aber besonders gut die Triglyceride. Bei einer hohen Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren (4 g am Tag und mehr – das ist schon sehr schwierig) können die Triglyceride um bis zu 50 % gesenkt werden. Da können selbst die viel gerühmten Statine nicht mithalten. Eine hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren ist für niemanden schädlich, für Menschen mit deutlicher Erhöhung der Triglyceride und leichter Erhöhung des Cholesterins sind Omega-3-Fettsäuren der ideale Fettsenker.

Die entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren sollte im Rahmen der Arteriosklerose nicht unterschätzt werden. Wir wissen heute, dass Arteriosklerose auch etwas mit Entzündung zu tun hat. Können wir die Entzündungsneigung im Körper herunterregulieren, dann gibt es auch weniger Arteriosklerose. Die Omega-3-Fettsäuren sind dazu in der Lage und können so einen Teil ihrer Schutzwirkungen entfalten.

Omega-3-Fettsäuren können noch mehr. Sie alle kennen ASS (Acetylsalicylsäure, z.B. Aspirin®). Es soll ja das „Blut dünner machen“. Das ist so nicht ganz richtig. Korrekt muss es heißen: Es hemmt die Thrombozytenaggregation. Die Thrombozyten sind unsere Blutplättchen, die bei einer Verletzung aktiv werden, zusammen mit anderen Gerinnungsfaktoren eine Wunde verschließen und uns so vor dem Verbluten schützen. Manchmal gibt es allerdings auch Rauigkeiten an den Gefäßwänden (bei beginnender Arteriosklerose), die von den Thrombozyten irrtümlich für Verletzungen gehalten werden. Sie lagern sich dann an und können so das Gefäß verschließen. Die meisten Herzinfarkte entstehen nämlich nicht durch ein langsames Zuwachsen der Gefäßlichtung durch Ablagerungen, sondern durch einen plötzlichen Verschluss einer Verengung, die keineswegs sehr ausgeprägt sein muss. Hier setzt die positive Wirkung von ASS an. Es behindert die Fähigkeit der Thrombozyten, ein Gefäß zu verschließen, ein ganz klein wenig. Gefährdete profitieren davon, indem die Wahrscheinlichkeit eines Infarktes um einige wenige Prozente (nicht mehr und nicht weniger) abnimmt. Genau dasselbe können aber auch unsere Omega-3-Fettsäuren – zumindest qualitativ. Man kann nicht sagen, dass ein Heringsbrötchen dieselbe Wirkung auf die Gerinnung wie eine Aspirin® 100 hat.

Nebenbei: Omega-3-Fettsäuren machen das Blut tatsächlich dünner. Die Viskosität einer Flüssigkeit beschreibt wie dickflüssig diese ist. Omega-3-Fettsäuren lagern sich in die Zellmembranen der Erythrozyten (Rote Blutkörperchen) ein und machen diese elastischer. Die Erythrozyten können sich daher besser durch kleine oder verengte Gefäße bewegen, die Mikrozirkulation (und damit auch die Sauerstoffversorgung der Gewebe) erhöht sich, das Blut wird eben tatsächlich „dünner“.

Die Hauptwirkung ist aber die Vermeidung von plötzlichem Herztod. Man hat in mehreren Studien übereinstimmend festgestellt, dass schon ab einem Gramm Omega-3-Fettsäuren eine Senkung des Herztodes um etwa 1/3 auftritt – vermutlich durch Vermeidung von Kammerflimmern, einer meist tödlichen Herzrhythmusstörung. Während von einigen Antiarrhythmika (Medikamente zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) mittlerweile nachgewiesen wurde, dass zwar die Herzrhythmusstörungen reduziert werden, dafür aber die Sterblichkeit sogar ansteigt, schützen Omega-3-Fettsäuren tatsächlich das Leben. Es gibt keine Antiarrhythmikum, welches so deutlich das Leben von an Herzrhythmusstörungen erkrankten Menschen erhält wie Omega-3-Fettsäuren – noch dazu praktisch ohne Nebenwirkungen Daher gibt es mittlerweile sogar Omega-3-Brot, welches sogar von der Deutschen Herzstiftung empfohlen wird. Ich habe gar nichts gegen dieses Brot – aber die Dosis an Omega-3-Fettsäuren ist viel zu gering, selbst wenn Sie mehrere Scheiben davon essen würden.
Im Laufe der Menschheitsgeschichte - vor allem in den letzten hundert Jahren - hat sich bei den Fettsäuren ein Ungleichgewicht entwickelt, welches sich als fatal erweisen könnte. Während die Ernährung der Steinzeitmenschen noch ein Verhältnis der
Omega-3-Fettsäuren zu den Omega-6-Fettsäuren von ca. 1:1 aufwies, hatte die Kost vor hundert Jahren noch ein Verhältnis Omega-3/Omega-6 von 1:3 bis 1:10 (dies wird noch als befriedigend angesehen), aber die Menschen in modernen Industriegesellschaften ernähren sich mit so viel Linol- und Arachidonsäure und gleichzeitig so wenig Omega-3-Fettsäuren, dass ihre Diät ein Verhältnis Omega-3/Omega-6 von 1:10 bis 1:50 hat. Eigentlich ist es dann kein Wunder, wenn die Entzündungskrankheiten in unserer Gesellschaft immer mehr überhand nehmen. 

Eine Ausnahme bilden die Eskimos: Durch ihren großen Fischkonsum haben auch sie ein Omega-3/Omega-6-Verhältnis von 1:1. Folge: Die oben erwähnten Krankheiten sind bei den Eskimos kaum bekannt. Korrekt müsste ich sagen: ...sind kaum bekannt gewesen. Die Eskimos haben in den letzten Jahren ihre Ernährung nämlich langsam "verwestlicht" und in der Konsequenz beginnen die besagten Erkrankungen auch bei den Eskimos um sich zu greifen.
Wir sollten also alle unsere
Ernährung weg von den Omega-6- und hin zu den
Omega-3-Fettsäuren umstellen. Die Erkrankten sollten dies hingegen nicht tun, sie müssen es tun!

Fettsäuren - Ernährungsumstellung - aber wie?

Eines kann ich Ihnen gleich sagen: Es reicht nicht aus, eine Fischöl-Kapsel oder zwei
Omega-3-Eier oder drei Scheiben Omega-3-Brot zu essen - all das gibt es zwar mittlerweile, Sie können es aber wegen des geringen Gehaltes vergessen. Ausnahme: Fischöl-Kapseln, wenn Sie mindestens 6 bis 12 täglich schlucken!  

Lassen Sie uns zunächst einmal schauen, in welchen Nahrungsmitteln welche Fettsäuren bevorzugt enthalten sind: Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind in den berühmten Fischölen konzentriert. Allerdings liegt nur etwa ein Drittel der Fischöle in Form dieser beiden Fettsäuren vor. Auch Fischöl-Kapseln bestehen normalerweise nur zu einem Drittel aus Omega-3-Fettsäuren. Übliche Fischöl-Kapseln enthalten 500 mg Fischöl, d.h. ca. 133 mg reine Omega-3-Fettsäuren. Sie müssen also sechs Kapseln einnehmen, um auf ein Gramm Omega-3-Fettsäuren zu kommen. Dies wäre die absolute untere Grenze einer therapeutischen Omega-3-Fettsäurezufuhr!

Mehrere Gramm Omega-3-Fettsäuren können Sie zuführen, wenn Sie eine gute Portion eines fetten Seefisches zu sich nehmen. Die folgende Liste gibt den Gehalt von 100 g verschiedener Fische an Omega-3-Fettsäuren an: 

Hering 2040 mg
Thunfisch 1380 mg
Lachs    750 mg  
Makrele     630 mg
Aal    260 mg 
Forelle    140 mg  
weitere fettarme Fische <100 mg
1 Fischölkapsel (1/2 g)   133 mg

Von den pflanzlichen Ölen ist das Leinöl mit einem Gehalt von 58 % an der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure hervorzuheben. Dann kommt das Hanföl mit 20 %, gefolgt von Walnuss-, Soja-, Raps- und Weizenkeimöl mit Gehalten von 5-7 %. Alle anderen Öle haben einen Omega-3-Fettsäuregehalt von unter einem Prozent. Zur Erhöhung der Omega-3-Fettsäurezufuhr sind also praktisch nur Lein- und Hanföl geeignet. Die Alpha-Linolensäure hat allerdings ein gravierendes Handycap: Sie muss erst in EPA und DHA umgewandelt werden, damit hieraus die entzündungshemmenden Prostaglandine entstehen können. Dieselben Enzyme, die diesen Stoffwechselschritt bewerkstelligen verstoffwechseln allerdings auch die Omega-6-Fettsäuren Linolsäure und Arachidonsäure. Diese konkurrieren also mit den Omega-3-Fettsäuren um die Weiterverarbeitung. Nur wenn wir eine hohe Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren bei gleichzeitig geringer Zufuhr an Linol- und Arachidonsäure haben, entstehen wirklich wenige entzündungsfördernde und viele entzündungshemmende Prostaglandine. Das bedeutet, dass wir diese Fettsäuren weitgehend aus der Nahrung verbannen müssen - bis auf einige wenige Gramm Linolsäure, die als lebensnotwendig angesehen werden.

Neben der hohen Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren sollten Sie darauf achten, wenig Linolsäure und Arachidonsäure zuzuführen. Linolsäure ist enthalten in:

Sonnenblumenöl  65 %
Distelöl    75 %
Maiskeim    59 %
Traubenkern    71 %
Sesam       45 %

Arachidonsäure kommt praktisch nur in tierischen Fetten vor. Besonders reich sind folgende Lebensmittel (pro 100 g):

Schweineschmalz 

1700 mg

Eigelb

  254 mg

Leberwurst 

  208 mg

Schinken

  130 mg

Mageres Schweinefleisch

  120 mg

Butter 

    83 mg

Rind/Kalb

50-60 mg

Geflügel

    50 mg

Camembert 60%

    34 mg

Schlagsahne 30 %

    32 mg

Kuhmilch 3,5 %

      4 mg

Fettarme Milchprodukte sind also relativ arachidonsäurearm.

Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht.

  • Wenn Sie sich "entzündungsarm" ernähren wollen, so sollten Sie das Gleichgewicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eindeutig zugunsten der Omega-3-Fettsäuren verschieben. Wir müssen uns nicht völlig omega-6-fettsäurefrei ernähren. Das ist weder notwendig, noch sinnvoll. Aber das Verhältnis sollte bei 1:1 bis 1:3 liegen, wenn wir Entzündungen eindämmen wollen. Der Gesunde kann durchaus ein Verhältnis von 1:3 bis 1:5 haben. So können Sie das erreichen:
    Essen Sie mindestens zwei- bis dreimal in der Woche eine Portion eines fetten Fisches.

  • Nehmen Sie jeden Tag einen Esslöffel Leinöl zu sich - auf die Pellkartoffel, in die Suppe oder in die Salatsauce.

  • Ersatzweise können Sie auch Hanföl benutzen.

  • Braten Sie nicht mit Lein- oder Hanföl.

  • Braten Sie mit Olivenöl, Butter oder Kokosfett.

  • Olivenöl können Sie nach Belieben verwenden, da Olivenöl hauptsächlich aus Ölsäure besteht, welches als Omega-9-Fettsäure weder entzündungsfördernd, noch -hemmend wirkt.

  • Ernähren Sie sich weitestgehend vegetarisch (abgesehen vom Fisch).

  • Legen Sie einen Obst-, Saft- oder Reistag in der Woche ein, um Fette abzubauen.

  • Fasten Sie ein- bis zweimal im Jahr für ein oder zwei Wochen, um Fette abzubauen.

Wenn Sie dieses Programm konsequent mindestens drei Monate durchhalten, so ist die Entzündungsneigung ihres Körpers deutlich verringert. Erkrankungen wie Rheuma oder Asthma müssten sich hierunter deutlich bessern.

Fettsäuren - Effekte wissenschaftlich gesichert  

Für Rheuma gibt es sogar eine Studie, die wissenschaftlich belegt, dass nach einem Heilfasten mit anschließender vegetarischer Kost die Beschwerden und die Entzündungswerte im Blut auch nach einem Jahr noch deutlich besser als in einer Vergleichsgruppe waren. Für die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn ist belegt, dass allein die Zufuhr von Fischöl-Kapseln die akuten Anfälle um die Hälfte reduzieren kann. In einer italienischen Studie an Herzinfarktpatienten konnte gezeigt werden, dass bei zusätzlicher Omega-3-Fettsäurezufuhr die Rate an plötzlichem Herztod um ein Drittel reduziert werden konnte, da Omega-3-Fettsäuren herzrhythmusstabilisierende Effekte haben. In der Medizin setzt sich heute immer mehr die Erkenntnis durch, dass Arteriosklerose (nicht nur, aber) auch etwas mit Entzündungen zu tun hat. Eine verminderte Entzündungsneigung beugt daher vermutlich auch Herzinfarkten und Schlaganfällen vor.

Fettsäuren - Nicht jeder spricht auf diese Diät an

Der Ehrlichkeit halber muss an dieser Stelle noch angemerkt werden, dass nicht alle Menschen gleich gute Erfolge durch eine solche Diät erzielen. Wenn Sie (als
Rheumatiker) bei gleicher Medikation nach drei Monaten deutlich weniger Morgensteifigkeit, weniger Gelenkschmerzen und niedrigere Entzündungswerte im Blut aufweisen, so ist diese Diät bei Ihnen wirkungsvoll. Sie sollten Sie dann unbedingt fortsetzen. Wenn Sie unter Asthma leiden, so sollten Sie nach drei
Monaten weniger Luftnot verspüren, die Lungenfunktion sollte sich verbessert haben und vielleicht benötigen Sie weniger Spray.  

In jedem Fall sollten sich das subjektive Befinden als auch die objektiven Befunde verbessert haben. Bei einigen Erkrankungen (Multiple Sklerose, Rheuma, Entzündliche Darmerkrankungen) merkt man den Erfolg erst nach Jahren, wenn man bemerkt, dass die entzündlichen Schübe ausbleiben oder weniger werden. Sie sollten diese Diät, die auch Eskimo-Diät genannt wird, dann fortsetzen, wenn Sie die Verbesserung Ihrer Krankheit als so großen Gewinn ansehen, dass er die möglichen Einschränkungen in der Diät wettmacht. Wer seine Lebensgewohnheiten nicht ändern möchte und lieber Medikamente einnimmt, als seine Ernährung zu überdenken, der ist nicht für diese Diät geeignet. Einen dreimonatigen Versuch damit sollte aber jeder Erkrankte unternommen haben, um dies selbst beurteilen zu können.

Welche Diagnostik hilft weiter

In jedem Fall sollten vor und während der Diät die Entzündungsmarker BSG (Blutsenkung) und CRP (C-reaktives Protein) bestimmt werden. Das kann jedes Labor. Eine Spezialuntersuchung, die nur von wenigen Labors angeboten wird, ist ein Fettsäureprofil aus dem Blut welches die einzelnen
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie das Verhältnis untereinander angibt. Während früher eine solche Untersuchung mehrere hundert Euro kostete, kann sie mittlerweile für nur 71 Euro angeboten werden.

Wenn Sie jemanden kennen, der unter einer der angesprochenen Erkrankungen leidet, so lassen Sie ihm diesen Artikel zukommen oder senden mir seine e-mail-Adresse!

Wenn Sie selber diese Diät ausprobieren wollen, so berichten Sie mir doch bitte (nicht vor Ablauf von drei Monaten!) von Ihren Erfahrungen!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte - von Abnehmen bis Zöliakie -  finden Sie hier.

 

Auflösung der Quizfrage:

Richtig ist Antwort b) Elastische Zellmembranen! Die hoch ungesättigten Omega-3-Fettsäuren haben einen niedrigeren Schmelzpunkt als andere Fettsäuren, wirken also quasi wie ein natürliches Frostschutzmittel.

a) Omega-3-Fette isolieren genauso gut oder schlecht wie andere Fette.
c) Die Vorstufe von
Vitamin D ist das Cholesterin.
d)
Omega-3-Fettsäuren aktivieren den Stoffwechsel nicht.

Schmiedel, V.: Nahrungsergänzungen und Fettstoffwechselstörungen - Machen Zusatzpräparate einen Sinn? EHK 2006; 55: 544-550

Teile dieses Artikels stammen aus dem Buch: Schmiedel, V. "Cholesterin - 99 verblüffende Tatsachen" - Stuttgart, Trias 2006. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung.

Cholesterin, 99 verblüffende Tatsachen  Schmiedel, Volker 

Cholesterin, 99 verblüffende Tatsachen

Endlich Klartext. Welche Laborwerte wirklich wichtig sind. Was ist der beste Schutz gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt? Wie Sie Ihr Cholesterin ohne Chemie senken

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

Die Cholesterinartikel auf einen Blick:

1. Cholesterin: HDL und LDL - das "gute" und das "böse" Cholesterin
2. Arteriosklerose: Ist das Cholesterin für die Arteriosklerose verantwortlich?
3.
Oxidation: Was passiert, wenn Cholesterin ranzig wird?
4. Risikofaktoren:
Die „neuen“ Risikofaktoren Homocystein, Lp(a), Fibrinogen und
    hochsensitives CRP
5. Cholesterinsenker/Statine: die medikamentöse Behandlung - ein Wundermittel?
6.
Fettsäuren: Gute Fette - Schlechte Fette
7. Nikotinsäure: Wenn andere Fettsenker nicht vertragen werden
8. Omega 3: Das Märchen vom Spiegel

Alle oben erwähnten Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.

Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html

Informationen über ambulante Diagnostik und Therapie:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturheilk_Ambulanz.html
Hier finden Sie weitere Gesundheitstipps:
http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/

Die aktuellen und archivierten Naturheilkundlichen Newsletter finden Sie hier:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturlheilkundlicher_Newsletter.html

Sie möchten wieder fit für den Alltag werden? Profitieren Sie von unserem speziellen Gesundheitsangebot für Selbstzahler, Privatversicherte und Beihilfeberechtigte. Oder nutzen sie unsere speziellen Angebote bei Bauchbeschwerden, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder einer koronaren Herzkrankheit.
Zu allen Angeboten der Inneren Abteilung für Selbstzahler ohne Kostenübernahme eines offiziellen Kostenträgers für einen stationären Aufenthalt (z. B. Beihilfe und/oder PKV oder andere Kostenträger) bieten wir zusätzlich äußerst attraktive Rabatte.
                                                                                                         Wir behandeln keine Krankheiten
                                                                                                                       wir behandeln Menschen

Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei",
dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Textübersicht unnötiges Papier.

Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html

Die Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert.

Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail)

Weitere Fragen?
Schicken Sie uns eine Email

Telefon +49 (0) 56 1- 31 08  - 102 oder - 622
Telefax 31 08 - 104

Habichtswaldklinik

· Impressum· Anfahrt

Wigandstraße 1 · 34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe (Germany)
Telefon +49 (0) 56 1-3108-0 · Telefax 31 08 - 128

Servicetelefon 0800 / 8 90 11 00 · Info-Fax 0800 / 7 32 73 80

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.