Beta-Carotin (Provitamin A)
Beta-Carotin kommt nur in pflanzlichen Produkten vor. Beta-Carotin ist eine
Vorstufe des
Als
Bestandteil des Sehpigments ist
Beta-Carotin wirkt über seine Eigenschaft als Radikalfänger protektiv bei Krebserkrankungen (besonders bei Ösophagus- und Mundkrebs). Die
antioxidativen Eigenschaften von Beta-Carotin schützen den Körper und seine
Strukturen vor Schädigung durch
Nahrungsmittel Beta-Carotin kommt reichlich vor in gelb-roten Früchten und Gemüse und hier besonders in Karotten, Paprika, Grünkohl, Tomaten, Hagebutten, Orangen und Pfirsichen. Geringe Mengen Fett verbessern die Resorption von Beta-Carotin. Bedarf
Empfohlene Zufuhr von der Deutschen
Gesellschaft für
Therapeutische Zufuhr: 5 bis 50 (bis 150) mg täglich. Mangelsymptome Einen
Beta-Carotin-Mangel gibt es nicht, wohl aber einen Mangel des Folgeproduktes
Durch
Schwächung des
Symptome bei Überdosierung
Eine hohe
Zufuhr von
Indikationen ►Krebsprophylaxe: Die antioxidative Wirkung des Vitamins hat wachstums- und differen-zierungsregulierende Eigenschaften und wirkt somit hemmend auf die Tumorinduktion. ►Krebstherapie: Neben der Hemmung der Tumorinduktion wird die durch Bestrahlung oder Chemotherapie angegriffene Integrität der Epithelien geschützt. ►Sonnenallergie, erhöhte Lichtempfindlichkeit: Sonnenallergie und andere Störungen mit erhöhter Lichtempfindlichkeit (z. B. Einnahme von Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen) können mit 25-50 mg Beta-Carotin tgl. behandelt werden. Beta-Carotin ersetzt nicht das Auftragen von Sonnenschutzmitteln und schützt nicht vor Sonnenbrand. Eine Behandlung über 4 Wochen mit 25-50 mg Beta-Carotin tgl. entspricht dem Lichtschutzfaktor 2-4. Bei Porphyrie, einer seltenen vererbten Krankheit mit hoher Lichtempfindlichkeit, empfiehlt sich die Gabe von 50-15 mg Beta-Carotin. ►Schleimhautschutz, Wundheilung: Als Schutz der Haut und Schleimhäute (z B. bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Bronchien, bei Verbrennungen, Allergien).
►Arteriosklerose:
Die antioxidative Wirkung des
►Infektabwehr:
Durch die Stimulation der Makrophagen und der Lymphozytenfunktion wird das
►Sehstörungen:
Vor allem Störungen des Dämmerungs- und Nachtsehens werden durch die Gabe von
Gegenanzeigen und In der
Schwangerschaft sollte auf Grund der Fehlbildungsgefahr bei hohen Dosen die
tägliche Dosis
"Rauchervitamine" - gefährlich für Raucher? Eine schon etwas ältere Studie (1), führte zu Konsequenzen. Aus mehreren epidemiologischen Untersuchungen wusste man schon seit längerem, dass Lungenkrebspatienten besonders niedrige Spiegel an Beta-Carotin (sprich: Beta-Carotin) aufwiesen. Beta-Carotin wirkt ebenfalls antioxidativ. Sein Fehlen könnte also ein Baustein in der Entwicklung des Lungenkrebses sein. Also gab man langjährigen starken Rauchern täglich 25 mg Beta-Carotin oder ein Placebo (Scheinmedikament).25 mg Beta-Carotin ist eine hohe Dosis. Sie müssten jeden Tag knapp ein Pfund Karotten essen, um auf diese Dosis zu kommen. Einige Jahre später wurde die Studie nach Zwischenüberprüfungen abgebrochen, da herauskam, dass die Gruppe mit dem Beta-Carotin nicht weniger, sondern mehr Lungenkrebs entwickelte. Wieder ein Schlag gegen die Vitaminbefürworter, der in der Fach- und Laienpresse genüsslich ausgeweidet wurde. Seitdem sind bestimmte Vitamine, die als so genannte „Rauchervitamine“ vermarktet wurden waren, vom Markt verschwunden. Vor der Einnahme von Beta-Carotin bei Rauchern wird seitdem gewarnt. Auch hier wird jedoch einiges verschwiegen: ► Normalerweise sollten in einer wissenschaftlichen Untersuchung die verschiedenen Gruppen im Durchschnitt möglichst gleiche Eigenschaften aufweisen, damit nicht etwa Äpfel mit Birnen (s. o.) verglichen werden. Wenn ich Männern mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren ein Medikament gebe und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren erhalten ein Placebo, und ich bekomme bessere Ergebnisse in der Behandlungsgruppe mit dem „richtigen“ Medikament, dann ist das kein Beweis für dessen Wirksamkeit, sondern für meine Unfähigkeit, wissenschaftliche Studien durchzuführen. Jeder halbwegs ernstzunehmende Wissenschaftler würde dieses Resultat mit Recht in der Luft zerreißen. In der Beta-Carotin-Studie gab es jedoch genau eine solche Ungleichverteilung der Gruppen. So etwas kann trotz Randomisierung, also einer zufallsmäßigen Verteilung der Probanden auf die Versuchsgruppen, immer wieder einmal vorkommen. Die Mitglieder der Beta-Carotin-Gruppe hatten im Durchschnitt ein Jahr länger geraucht. Nun wissen wir aber, dass die Krebsrate umso höher ist, je länger geraucht wird. Kommt die erhöhte Krebsinzidenz in der Beta-Carotin-Gruppe also vielleicht „nur“ vom Rauchen und nicht vom Beta-Carotin? ► Ein Anstieg der Krebswahrscheinlichkeit fand sich nur bei Rauchern mit einem täglichen Konsum von mehr als zwanzig Zigaretten, nicht jedoch bei denen, die weniger rauchten. Die Empfehlung aus diesen Erkenntnissen sollte nach gesundem Menschenverstand eigentlich lauten: Raucht nicht mehr als 20 Zigaretten, dann könnt ihr auch Beta-Carotin einnehmen, ohne dass es euch schadet (am besten wäre es natürlich, ihr würdet überhaupt nicht rauchen)! Die Warnung vor dem Rauchen habe ich nach Bekanntwerden der Studie jedoch nie gehört, sondern stets die Warnung vor dem „gefährlichen“ Beta-Carotin. Kriminaltechnisch würde ich sagen: Den Haupttäter lässt man laufen, den Mitläufer sperrt man ein. Dies ist schon merkwürdig, oder?
►
Ein weiterer Punkt ist im Prinzip derselbe, der schon weiter oben
bei den acht verschiedenen All dies wird aber gar nicht diskutiert – jedenfalls nicht
in den Zweit- und Drittveröffentlichungen, in der Laienpresse ist schon gar
nicht mehr die Rede davon. Hier kommt es auch weniger auf den Informationsgehalt
einer Nachricht als vielmehr auf deren Sensationswert an. Die Nachricht, dass
Beta-Carotin bei Rauchern, die weniger als 20 Zigaretten tgl. konsumieren, nicht zu
einer Risikoerhöhung führte, wird von Journalisten als unverdauliche und
uninteressante Nachricht eingestuft. „Neue Forschungen beweisen: Was sind die Schlussfolgerungen daraus? Wir sollten
„einfachen“ Wahrheiten zu komplexen Fragestellungen prinzipiell ein gesundes Maß an Misstrauen
entgegenbringen. Man sollte schon die genauen Hintergründe, am besten das exakte
Studiendesign kennen oder die Studie sogar in der Originalarbeit nachlesen. Das
lässt sich natürlich nicht immer machen, weder für den Arzt, noch viel weniger
für den Laien. Dann sollten wir eher einem Kommentar zu einer Studie trauen, der
kritisch und unvoreingenommen ist. Ich mag keine Verschwörungstheorien, die
jeden Kritiker einer naturheilkundlichen Therapie reflexartig der Bestechung
durch die „böse Pharmaindustrie“ bezichtigen. Schaut man sich die
gebetsmühlenartig wiederholten und jährlich wiederkehrenden kritischen und (s.
o.) einseitig negativen Darstellungen über Vitamine an, kann man sich nicht ganz
des Eindruckes erwehren, dass System dahinter steckt. Wenn eine
Forschergemeinde, der naturheilkundliche Therapien suspekt sind,
vitaminkritische Informationen erhält, dann scheinen diese besonders willig
aufgenommen zu werden. Während sich vor einigen Jahren Journalisten (Spiegel,
Stern etc.) gern über Wenn ich hier die Vitamine argumentativ verteidige, möchte ich damit jedoch nicht den Eindruck erwecken, man sollte den Vitaminen völlig unkritisch begegnen. Wenn wir Dosen nehmen, die um Größenordnungen über der üblichen Zufuhrempfehlung liegen, greifen wir damit massiv in komplexe Regelkreise unseres Körpers ein. Dies sollten wir schon gezielt und kontrolliert tun – am besten unter der Regie eines Arztes, der sich in Nährstofffragen gut auskennt. Das hippokratische Prinzip des „nihil nocere“ (in erster Linie darf nicht geschadet werden), sollte auch für die Nährstofftherapie gelten. Unkritischen Protagonisten einer sich als omnipotent gebärdenden Nährstofftherapie – insbesondere wenn massive wirtschaftliche Interessen damit verbunden sind – stehe ich mindestens genauso kritisch gegenüber wie mit Scheuklappen versehenen Schulmedizinern, die nur das Schlechte an Nährstoffen sehen wollen. Patienten rate ich: Eine Nährstofftherapie darf kein Ersatz für eine schlechte Ernährung oder Lebensweise sein. „Ich rauche, saufe und fresse, dafür bewege ich mich aber nicht. Mir kann aber trotzdem nichts passieren. Ich nehme doch ein Vitaminpräparat ein.“ So bitte nicht! Die Basis einer ganzheitlichen Behandlung – sowohl präventiv als auch kurativ – sollte immer noch eine gesunde, vollwertige, vegetarisch orientierte(1) Albanes, D. et al.: Alpha-Tocopherol and beta-carotene supplements and lung cancer incidence in the alpha-tocopherol, beta-carotene cancer prevention study: effects of base-line characteristics and study compliance. J Natl Cancer Inst. 1560-70, 1996 Wenn Sie individuelle Fragen zu Vitaminen oder Mineralstoffen haben (Habe ich Mangelzustände? Welche Stoffe sind in welcher Dosierung bei meiner Krankheit sinnvoll? Welche Interaktionen mit meinen Medikamenten sind zu beachten? Gibt es erschwingliche Präparate für mich?), so können Sie sich vertrauensvoll an mich wenden. Während eines stationären Aufenthaltes (auch als Selbstzahler im Rahmen unserer Angebote "Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Alle oben erwähnten
Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder
der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck. www.naturarzt-access.de
Sagen Sie uns ruhig mal
Ihre Meinung! Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail) Weitere Fragen?
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